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„Die VSE wird nicht zerschlagen“

Saarbrücken. „Eine Zerschlagung der VSE ist vom Tisch.“ Dies betonte gestern Leo Petry, Vorstandsvorsitzender des regionalen Enregieversorgers und Dienstleisters gegenüber unserer Zeitung. Kein saarländischer Anteilseigner wird Anteile an die RWE in Essen verkaufen, stellte Petry klar. Die RWE hält 69,33 Prozent an der VSE. Mit einer Erhöhung auf 75 Prozent wäre sie in der Lage, die VSE zu zerschlagen. Denn die RWE will das gesamte Deutschlandgeschäft in einer neuen Gesellschaft zusammenführen. „Ohne die Beteiligung der Saarländer kann die VSE nicht aufgelöst werden. Und die Saarländer stehen geschlossen zu uns“, so Petry.

Zu den Saar-Anteilseignern gehören das Land, der Regionalverband Saarbrücken, die Stadt Saarbrücken sowie die Landkreise St. Wendel, Neunkirchen und Saarlouis. Allen saarländischen Beteiligten sei inzwischen der große Beitrag der VSE zur Fortentwicklung der regionalen Versorgungssicherheit und Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes bewusst. Dies zähle mehr als eine kurzfristige Finanzspritze der RWE für diejenigen, die bereit seien, sich von Anteilen zu trennen.

Die Vorstände Leo Petry und Tim Hartmann betonten im VSE-Jahresgespräch übereinstimmend: „Als saarländisches Unternehmen mit kommunaler Beteiligung fühlen wir uns der Region besonders verpflichtet und übernehmen Verantwortung.“ Das verdeutlichen auch die jüngsten Unternehmenzahlen. 2008 gelang es der VSE-Gruppe mit inzwischen über 50 Unternehmensbereichen erstmals mehr als eine Milliarde Euro zu erwirtschaften, davon 480 Millionen Euro in der AG. Mit 100 Neueinstellungen beschäftigt die VSE jetzt 2750 Mitarbeiter, ein neuer Höchststand in der fast 100 jährigen Unternehmensgeschichte. Ein VSE-Arbeitsplatz ziehe durch Aufträge an die Saar-Wirtschaft im Schnitt 3,3 weitere Jobs in anderen Saar-Unternehmen nach sich, betonte Petry.

Trotz Zeiten der Wirtschaftskrise investiert die VSE jetzt 500 Millionen Euro, um in den kommenden Jahren die Versorgung mit Energie und Telekommunikation landesweit zu verbessern, verdeutlichte Vorstand Hartmann. So sollen die zahlreichen Überlandleitungen verschwinden, die häufig noch das Erscheinungsbild der Städte und Gemeinden verschandeln. An ihre Stelle treten unterirdisch verlegte Erdkabel. Gleichzeitig setzt die VSE auf einen starken Ausbau des Glasfasernetzes. Zahlreiche Bürgermeister, vor allem in ländlichen Gebieten, seien am raschen Ausbau interessiert, da Unternehmen bei Ansiedlungs-Entscheidungen schnelle Datenübertragung und modernste Informations-Technologie voraussetzen. 2009 bleibe der Strompreis stabil, prognostiziert der VSE-Vorstand. Erst für 2010 könne mit Strompreis-Senkungen gerechnet werden. Beide Vorstände bleiben trotz derzeitiger Wirtschaftskrise optimistisch: „Wir freuen uns auf das Geschäftsjahr 2009“.  Thomas Sponticcia 
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