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Die Wildschweine kommen: Gärten und ein Park in St. Arnual umgegraben

Ein kleiner privater Park fiel in der Nacht zum Montag einer Wildschweinrotte zum Opfer. Die Tiere durchwühlten auf der Suche nach Futter einen großen Teil der Wiese. Anwohner sind beunruhigt.

Ein kleiner privater Park fiel in der Nacht zum Montag einer Wildschweinrotte zum Opfer. Die Tiere durchwühlten auf der Suche nach Futter einen großen Teil der Wiese. Anwohner sind beunruhigt.

Saarbrücken. Im dreckigen Dutzend kamen sie in der Nacht von Sonntag auf Montag in die Stadt. Eine Wildschweinrotte suchte den Park zwischen Koßmannstraße und Saargemünder Straße heim. Der kleine Park in St. Arnual ist umringt von Häusern und Straßen. Das hielt aber die Wildschweine nicht davon ab, nachts auf Nahrungssuche im Wohngebiet zu gehen.

Marie-Laure Boenkost wohnt in der Koßmannstraße und staunte nicht schlecht, als sie gestern Morgen den Park vor ihrem Haus sah. „Es war alles umgewühlt“, sagte sie. Grund sei das Nahrungsangebot in der Stadt, so Stadtpressesprecher Thomas Blug. Arglos weggeworfener Müll und Komposthaufen sind eine ideale Nahrungsquelle für die Tiere. Aber auch die Wurzeln und Würmer in den Blumenbeeten und den Wiesen schmecken den Waldtieren.

„Zudem droht ihnen im Gegensatz zum Wald in Wohngebieten nicht der Abschuss durch Jäger“, sagt Gerd Bünnagel vom Geschäftsbereich Jagd und Fischerei des Landesbetriebes Saar Forst. Denn nach Bundesjagdgesetz ruht „auf befriedeten Gebieten“ die Jagd. Zu groß sei das Risiko für die Bevölkerung, von umherfliegenden Geschossen getroffen zu werden. Nur in Ausnahmefällen darf geschossen werden.

Das Problem mit den Wildschweinen in St. Arnual ist der Stadt schon länger bekannt, wie Thomas Blug bestätigt. Auch in kleinen Gärten überall in St. Arnual haben die Tiere gewütet. Wohl die einzige Möglichkeit die Tiere fernzuhalten, sei, das Grundstück einzuzäunen, wenn das Problem mit den Wildschweinen sehr groß ist. „Es muss ein starker Zaun sein, der auch gut im Boden verankert ist, damit die Tiere nicht darunter durchkommen“, sagt Bünnagel.

Die Grünanlage in der Koßmannstraße gehört einer Immobiliengesellschaft. Deshalb sei das Amt für Grünanlagen der Stadt nicht dafür zuständig, sagt Blug. Das Unternehmen versprach aber, sich die Schäden auf der Wiese heute anzuschauen, wie ein Mitarbeiter bestätigte. Den Park in der Koßmannstraße hat es zum ersten Mal erwischt.

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