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Die beste Abiturientin des Saarlandes - Schülerin des Neunkircher Gymnasiums am Krebsberg stellt Rekord auf

Volle Punktzahl. Anne Omlor aus Landsweiler-Reden kann es noch gar nicht richtig fassen. Die 17-Jährige hat mit 900 Punkten – einem Schnitt von 1,0 – am Neunkircher Gymnasium am Krebsberg ihr Abitur bestanden. „Das letzte Mal, dass jemand die volle Punktzahl im Abitur im Saarland erreicht hat, war im Jahr 2009“, erklärt Marija Herceg vom Saar-Bildungsministerium. Damals sei die Maximalpunktzahl jedoch noch 840 statt 900 Punkte gewesen. Damit stellt Anne Omlor also einen neuen Rekord auf.

„Ich wusste zwar, dass es ganz gut gelaufen ist, aber dass es tatsächlich für die 900 Punkte gereicht hat, damit habe ich auch nicht gerechnet“, sagt Anne bescheiden. Das Ergebnis schwarz auf weiß zu lesen, sei natürlich „ein cooles Gefühl“ gewesen. Sie habe für das Rekord-Abi zwar schon einige Stunden am Schreibtisch verbracht, aber im Unterricht aufzupassen sei die halbe Miete gewesen. Denn dadurch habe sie weniger daheim arbeiten müssen. „Richtig schwer gefallen ist mir nichts. Es gab kein Schulfach, das ich gar nicht gemocht habe“, erklärt Anne. Sie bezeichnet sich selbst als „Allrounder“.

„Ich finde es wichtig, dass man in allen Bereichen ein bestimmtes Wissen hat“, erklärt sie. Unter Zeitdruck zu arbeiten, habe ihr nichts ausgemacht. „Den Abi-Prüfungen, die fünf Stunden dauern, habe ich entspannter entgegen gesehen als die meisten meiner Schulkameraden “, erzählt sie. Das liege vor allem an den vielen Naturwissenschafts-Wettbewerben, an denen sie schon teilgenommen hat. „Dort erhält man theoretische und praktische Aufgaben, die man auch innerhalb einer bestimmten Zeit lösen muss“, erläutert Anne. Vor allem logisches Denken sei gefragt gewesen. Angefangen habe es in der Unterstufe mit kleineren Wettbewerben im Saarland wie dem Landeswettbewerb für Biologie „Bio-Logo“.

Danach wurde es internationaler. „Ich habe an Wettbewerben in Südafrika, Luxemburg, Athen und Vietnam teilgenommen“, erzählt Anne sichtlich stolz. Auch einige Auszeichnungen durfte die Abiturientin mit nach Hause nehmen. Zuletzt die Goldmedaille der europäischen Science-Olympiade 2014. Bei der weltweiten Chemie-Olympiade in Vietnam belegte sie vergangenes Jahr den dritten Platz. In diesem Sommer geht es für die 17-Jährige wieder auf Tour. Dieses Mal nimmt sie an der internationalen Biologie-Olympiade in Dänemark teil. „Ich freue mich schon“, sagt die Abiturientin strahlend. Neben den Naturwissenschaften stehe für sie auch das Knüpfen von Kontakten im Vordergrund. Sie lerne bei den Wettbewerben immer junge, engagierte Leute kennen. „Ich habe Freunde aus allen Teilen der Welt“, sagt Anne glücklich. Ihre übrige Freizeit versuche sie ausgeglichen zu organisieren. „Ich gehe gerne mal eine Runde Joggen, treffe mich mit Freunden, schaue Filme oder Serien – ich bin ganz normal eben.“

Ein großer Ansporn sei für Anne auch ihr älterer Bruder Albert gewesen. Auch dieser habe in seiner Schulzeit herausragende Leistungen in Naturwissenschaften erbracht und Wettbewerbe gewonnen. „Er hat mich angestachelt“, sagt Anne lachend. Ihr Bruder studiert heute Medizin.

Auch Anne will den gleichen Weg im kommenden Wintersemester einschlagen. Beide treten damit in die Fußstapfen ihrer Eltern, die eine Gemeinschaftspraxis in Landsweiler-Reden führen. „Was ich bisher von der Arbeit meiner Eltern mitgekriegt habe, gefällt mir total gut“, sagt Anne. Vor allem die Mischung aus Theorie und Praxis überzeuge sie: „Man beschäftigt sich mit Naturwissenschaften, steht aber nicht stundenlang im Labor rum, sondern hat auch Kontakt zu Menschen und kann ihnen wirklich helfen.“

Zum Medizinstudium soll es für die 17-Jährige nach Freiburg gehen. „Ich will in eine größere Stadt und auch mal auf eigenen Beinen stehen“, erklärt Anne.
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