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Die guten Geister des Halberg Open Air

Saarbrücken. Wenn beim Halberg Open Air von „103.7 Unser Ding“ am Freitag Künstler wie The Rasmus, Stefanie Heinzmann und Cassandra Steen auftreten, herrscht vor der Bühne Hochbetrieb. Während die Besucher in den Umbaupausen relaxen, geht es dagegen Backstage rund. Innerhalb weniger Minuten muss das technische Equipment der vorherigen Band ab- und das der nächsten aufgebaut werden. Die Instrumente und Mikrofone werden gecheckt. Zig Mitarbeiter wuseln scheinbar wild durcheinander.

„Das ist für uns die heißeste Phase“, sagt Holger Stedem. Die Umbauzeit darf nach Vorgaben der Veranstalter nicht länger als 15 Minuten dauern. Der Techniker übernimmt bei dem Open-Air die Planung und Koordination der Bereiche Ton und Bühnengeschehen und bildet als so genannter „Stage Manager“ die Schnittstelle zwischen den Künstlern und der Produktion. „Die größte Herausforderung ist das Gelände“, weiß er aus seiner 18-jährigen Halberg-Open-Air-Erfahrung. Durch den waldreichen Standort ist der zur Verfügung stehende Platz stark beschränkt. Bei anderen Festivals dieser Größenordnung sei der für die Besucher nicht sichtbare Bereich der Bühne, der als Staufläche für Material und Vorbereitungsraum genutzt werde, zwei bis drei Mal so groß wie hier. Das erfordert eine exakte Planung, welches Equipment, wo gelagert wird, wann es auf die Bühne und nach dem Auftritt wieder zurück gebracht werden muss. Damit das möglichst schnell geht, werden Instrumente und Technik auf Rollpodeste gestellt und für sie eine „Choreografie“ ausgearbeitet.

Dennoch verlangt das Halberg Open Air den zwölf Helfern viel Muskelkraft ab. Stedem: „Ein weiteres Problem des Festivals ist die Tatsache, dass am Veranstaltungstag kein Fahrzeug mehr an die Bühne fahren kann.“ Stattdessen müsse die Ausrüstung, zu der dieses Mal sogar ein Flügel für die Band My Excellence gehört, zum Teil über weite Wege zur Bühne getragen werden. Die Gruppen wollen am liebsten alle über ihre eigene Verstärkeranlage und mit eigenen Instrumenten spielen. Doch alleine ein Schlagzeug benötige zwei mal zwei Meter des raren Stauraumes. Deshalb versucht Stedem ´im Vorfeld die Musiker dazu zu bringen, das SR-eigene Equipement zu nutzen. Bis auf The Rasmus und Stefanie Heinzmann spielen dieses Jahr alle Acts auf den beiden vorhandenen Schlagzeugen.

„Durch die Absprachen im Vorfeld mit den Managements versuche ich den Stress am Veranstaltungstag zu minieren“, erklärt Stedem. Denn der ist auch so schon groß: „Von 7.30 bis 22.30 Uhr haben meine Leute Action nonstop.“ Doch nicht alles ist planbar. Verspätet sich eine Band bei ihrer Anreise, kann das dazu führen, dass das Programm kurzfristig umgeworfen werden muss. Das bedeutet für Stedem und sein Team zusätzlichen Stress. Doch seine langjährige Halberg-Open-Air-Erfahrung hilft ihm sicher, auch dieses Problem zu meistern.   Marko Völke  
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