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Die kuriosesten Meldungen der saarländischen Polizei im zurückliegenden Jahr

Die Mitarbeiter eines Baumarkts in Heusweiler können es nicht fassen: Ein 84-jähriger Kunde kommt mit dem Auto herein. Foto: Simon Avenia</p>

Die Mitarbeiter eines Baumarkts in Heusweiler können es nicht fassen: Ein 84-jähriger Kunde kommt mit dem Auto herein. Foto: Simon Avenia

Die zweifelsohne verrückteste Spezies ist der Mensch. Das merkt man, wenn man von einem Wettbewerb im Extrembügeln hört (in England) oder beobachtet, wie sich Touristen mit einer Landschaftsaufnahme schwer tun, weil durch die Selfie-Stange an der Kamera der Auslöser so weit weg ist, dass sie mit ausgestrecktem Arm kaum herankommen. Einen faszinierenden Einblick in das Kuriositäten-Kabinett des Menschseins erhält jedes Jahr die Polizei . Die hat – wie gewohnt – zum Jahresende für die SZ ihr Füllhorn an kuriosen Meldungen ausgeschüttet.

Eigentlich sollte man meinen, dass die Polizei hauptsächlich Verbrecher und Mörder jagt. Doch offenbar ist die Welt gar nicht so übel, wie man immer denkt. Denn in den Polizeimeldungen tummeln sich auch in diesem Jahr wieder viele Tiere, deren Unbekümmertheit übrigens für manch' menschlichen Akteur offenbar leuchtendes Vorbild ist.

So steht eines Nachts im Januar vor der Tür der Polizeiwache in Dillingen nicht nur ein ausgewachsenes, grunzendes Hängebauchschwein, sondern auch ein gut gelaunter Autofahrer , der es soeben im Kofferraum hergefahren hat. Nun, das sei ein freundlicher Zug und auch eine nette Geste, würdigen dies die Beamten, sie fragen sich allerdings auch: Weshalb überhaupt fuhr er es zur Wache? Daraufhin erklärt der Autofahrer , er habe das Schwein soeben auf der B 269 bei Nalbach eingefangen, wo es umherirrte und offenbar nicht nach Hause fand.

Inzwischen ist der Frühling hereingebrochen – und mit ihm die erwachten Triebe. Bei einer Polizeikontrolle in Völklingen an einem Samstagmorgen im April sitzt hinter dem Steuer eines Peugeots ein 38-Jähriger – und zwar: splitterfasernackt. Er sei gerade auf dem Weg ins Bordell, gibt der Mann bereitwillig Auskunft. „Warum er sich bereits vor dem Fahrtantritt komplett entkleidete, konnte er den Beamten nicht angeben. Vermutlich konnte er es nicht mehr erwarten, seinem Vergnügen nachzukommen“, wird in dem Polizeibericht gemutmaßt.

Regelrecht berauscht benimmt sich auch ein 20-Jähriger im Mai in Saarbrücken , der sich den wirklich denkbar schlechtesten Ort ausgesucht hat, um seinen Joint zu entsorgen: direkt vor der geöffneten Tür eines Polizeiautos. Die Polizisten trauen (nach eigenen Angaben) ihren Augen nicht. Sie durchsuchen den 20-Jährigen, finden weitere Drogen und leiten eine Ermittlung wegen illegalen Drogenbesitzes ein.

Man mag nicht ausschließen, dass ein 84-Jähriger aus Riegelsberg im Juli ebenfalls mal kurz an einem Joint gezogen hat, bevor er mit seinem Opel Astra in einen Baumarkt in Heusweiler hineinfährt. Also so richtig! Zunächst hält er mit seinem Wagen vor den elektrischen Schiebetüren, bis die sich öffnen. Dann fährt er weiter bis zum Infostand an den Kassen. Der Polizei erklärt er anschließend, er sei davon ausgegangen, dass dies einer dieser modernen „Drive-in“-Baumärkte sei. Nun, das ist nicht der Fall. Schaden: 600 Euro.

Vielleicht hat eine 24-jährige Dillingerin von dem mobilen Rentner im Baumarkt gelesen und zur Sicherheit vor einfahrenden Autos in den eigenen vier Wänden Vorsichtsmaßnahmen ergriffen: Nach einer Anzeige wegen Ruhestörung entdecken Beamte im Oktober jedenfalls mitten im Wohnzimmer der Frau ein großes Absperrgitter mit vier blinkenden Baustellenleuchten. Das scheint den Beamten sogar bekannt vorzukommen, zuletzt hatten sie es an einer Baustelle in der Kelkelstraße gesehen, wo sie es auch wieder hinbringen.

Zum Ende des Jahres warten die Beamten in Dillingen noch einmal mit einer tierischen Geschichte auf. Eine 81-Jährige hat sich aus ihrer Wohnung ausgesperrt und ruft die Polizei zu Hilfe. Den eintreffenden Beamten erklärt sie aufgelöst, dass doch „Miezchen“ noch auf der Couch in der Wohnung liege. Ein Beamter, der durch die Terrassentür in die Wohnung gelangt, muss dort allerdings feststellen: „Miezchen“ ist keine Hauskatze, sondern ein ausgewachsener Schäferhund mit beeindruckendem Gebiss. Der Hund habe sich jedoch „mit dem Polizeibeamten auf Anhieb gut verstanden“, heißt es im Polizeibericht erleichtert.

Die Liste dieser Polizeimeldungen ließe sich fortsetzen. Die SZ tut dies auch – und zwar wie immer im nächsten Jahr an gleicher Stelle. Bis dahin: Bleiben Sie gesund, steigen Sie stets bekleidet ins Auto, halten Sie mit gebührendem Abstand vor nicht befahrbaren Baumärkten und sehen Sie sich vor „Miezchen“ vor!

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