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Die kuriosesten Polizeimeldungen des Jahres

 Symbolbild.

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Die zweifelsohne verrückteste Spezies ist der Mensch. Das merkt man, wenn man von der Erfindung eines elektronischen Hundekot-Zerstäubers („AshPoopie“) hört oder liest, wie sich handfeste Burschen die lose Sohle des Winterstiefels im angezogenen Zustand (!) mit einer Nagelpistole reparieren. Einen faszinierenden Einblick in das Kuriositäten-Kabinett des Menschseins erhält jedes Jahr die Polizei . Die hat – wie gewohnt – zum Jahresende für die SZ ihr Füllhorn an kuriosen Meldungen ausgeschüttet.

Pünktlich vor Gericht erscheinen will Ende Januar ein 55-Jähriger aus Schwalbach. „Eigentlich ein guter Vorsatz“, schreibt auch lobend die Polizei in einer Pressemitteilung. Dass sie diese überhaupt verfasst, liegt daran, dass der 55-Jährige mit dem Mofa (Höchstgeschwindigkeit: 25 km/h) auf der Autobahn 620 in Richtung Amtsgericht nach Saarbrücken „rast“. Als die Polizei ihn stoppt, gibt der 55-Jährige als Entschuldigung zu Protokoll: Er habe doch nur pünktlich sein wollen – und kenne außerdem nur den Weg über die Autobahn nach Saarbrücken .

Wie rührend ehrlich und doch verwegen Verkehrsteilnehmer sein können, erfahren die Beamten auch im Februar. Ein 26-Jähriger zeigt sich telefonisch selbst bei der Polizei an, weil er soeben betrunken gegen eine Mauer gefahren sei und . . ., naja, auch keinen Führerschein habe, wie er berichtet. Neben ihm sitze übrigens sein Bruder, dem das Fahrzeug gehöre. Da dieser aber noch betrunkener sei als er selbst, habe er ihm angeboten zu fahren. Doch lobendes Schulterklopfen erntet er bei den Beamten damit wider Erwarten nicht, sondern vielmehr eine Anzeige.

Man möchte meinen: Absurder geht's nimmer. Aber: Im April meldet sich eine völlig aufgelöste Völklingerin bei der Polizei . In ihrer Garageneinfahrt laufe ein fremdes, verwirrtes Huhn herum. Hochprofessionelle Ermittlungsmethoden der Polizei ergeben: Das Huhn gehört der Nachbarin. Doch „trotz guten Zuredens und Anfüttern des Huhnes lässt sich dieses nicht zu einer freiwilligen Rückkehr in seinen angrenzenden Hühnerstall sowie der dort befindlichen Verwandtschaft bewegen“, wie es im Polizeibericht heißt. Daraufhin wird das Tier von einem beherzten Beamten „sanft ergriffen und der verwandtschaftlichen Gemeinschaft überstellt“. Und da pickt das Huhn seine Körner noch heute . . .

Auf der Straße tierisch gut aufgehoben fühlen sich im Mai in Wadgassen auch drei Enten. Anwohner alarmieren die Polizei , weil die Tiere dort seelenruhig einen Abendspaziergang unternehmen und den Verkehr behindern. Und erneut schreiten unsere Beamten beherzt zur rettenden Tat . . .

Tiefe Seelenruhe empfindet offenbar auch ein Dieb, der im September in seinem Auto liegt und schläft. Blöd nur, dass er ein bei seinem Raubzug erbeutetes T-Shirt mit der großflächigen Aufschrift der bestohlenen Firma trägt. Die Polizei , die den Schlafenden im Auto entdeckt, findet im Kofferraum des Wagens denn auch gleich das restliche Diebesgut.

Ebenfalls seelenruhig und tief entspannt tritt wenig später ein 46-Jähriger auf, der den Beamten in der Saarbrücker Polizeiinspektion St. Johann etwas Verdächtiges melden will. Was denn, wollen die Beamten wissen. Daraufhin hält der 46-Jährige eine Handgranate hoch. Die habe er soeben gefunden. Die verdatterten und wohl auch ein wenig zitternden Beamten alarmieren umgehend den Kampfmittelräumdienst.

Kurios neigt sich das Jahr dem Ende. Im Oktober meldet ein Passant der Polizei in Saarbrücken , dass er eine noch junge Katze in der Karosserie eines parkenden Autos habe verschwinden sehen. Um das junge Tier zu retten, nehmen Polizei und Feuerwehr das fragliche Auto unter die Lupe. Obwohl die Retter mehrere Verkleidungsteile des Wagens abnehmen, fehlt von dem Tier jede Spur. Inzwischen hat sich auch die Halterin des Wagens eingefunden (und staunt wohl nicht schlecht, als sie Feuerwehr und Polizei ihr Auto auseinander nehmen sieht . . .). Die vergeblichen Retter stellen schließlich die Suche ein, die Katze müsse mittlerweile das Weite gesucht haben. Die Halterin könne den Wagen nun wieder benutzen. Von unterwegs meldet sich diese dann wenig später, um mitzuteilen: Sie höre die Katze beim Fahren „miauen“. Erneut werden die Beamten tätig: Der Wagen wird in einer Werkstatt aufgebockt, weitere Verkleidungsteile entfernt – und siehe da: Die Katze kauert unter dem rechten Scheinwerfer.

Die Liste dieser Polizeimeldungen ließe sich fortsetzen. Die SZ tut dies auch – und zwar wie immer im nächsten Jahr an gleicher Stelle. Bis dahin: Bleiben Sie gesund, übernehmen Sie nicht das Steuer, weil Sie weniger betrunken als andere sind, und lassen Sie Katzen nur in die Fahrerkabine zusteigen!  
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