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Diebe steigen in Püttlinger Wohnung ein, während Opfer schlief

Zu einem versuchten und zu einem gelungenen Wohnungseinbruch kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag in Püttlingen. Die Tatorte lagen dicht beieinander, berichtet die Polizei: Zwischen 22.30 und 8 Uhr wurde in ein Zweifamilienhaus in der Goethestraße eingebrochen. Bisher unbekannte Täter gelangten durch den Keller bis in die 1. Etage des Anwesens. Während der Geschädigte im Schlafzimmer schlief, durchsuchten die Täter im Wohnzimmer Schränke und Schubläden.

Das Ungewöhnliche an diesem Fall ist, dass die Täter keine Rücksicht auf die Anwesenheit eines Hausbewohners nahmen. Ansonsten gehen Täter, auch bei den sogenannten Tageswohnungseinbrüchen in der dunkle Jahreszeit, eher so vor, dass sie zunächst auskundschaften, ob auch niemand zu Hause ist, und erst dann den Einbruch ausführen. „Täter wollen Begegnungen ausschließen, denn ansonsten gehen sie ein höheres Risiko ein“, so Polizeihauptkommissar Antonio Tassone.

Polizei: "Nicht den Helden spielen"

Sollte es zu einer Begegnung kommen, so besteht die Möglichkeit, dass die Situation eskaliert, was auch dann möglich ist, wenn der Bestohlene versucht, den Täter aufzuhalten. Daher rät die Polizei: „Nicht den Helden spielen!“ Merkt man, dass sich ein Einbrecher in der Wohnung befindet, sollte man diesen lediglich durch lautes Rufen darauf aufmerksam machen, dass er bemerkt wurde. Falls möglich, sollte man sich zudem in eine Zimmer einschließen und natürlich sofort die Polizei verständigen. Falls man sich dadurch nicht in Gefahr bringt, kann man noch versuchen, ob man bei einem Blick durchs Fenster den fliehenden Täter oder ein eventuelles Fluchtfahrzeug sehen kann, um später der Polizei hinweise geben zu können.

Beim Einbruch in der Goethestraße ergab eine erste Überprüfung, dass zumindest ein Ring und zwei Uhren gestohlen wurden. Die genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest.

Warum die Täter diese riskante Einbruchsweise wählten, ob sie vielleicht besonders abgebrüht oder einfach besonders dumm waren oder aus einem anderen Grund, lässt sich nicht sagen, nur dass sie offenbar zu einem anderen Täter-Typus gehören, als sonst üblich.

Nur rund 100 Meter entfernt von diesem Tatort und ebenfalls in der Goethestraße versuchten vermutlich die gleichen Täter, auch in ein Einfamilienhaus einzubrechen. Die Tat ereignete sich irgendwann zwischen 23.30 Uhr am Freitag und 7.50 Uhr am Samstag: Die Täter hatten hinter dem Haus einen Tisch und auf diesen einen Stuhl so unter den Balkon gestellt, dass einer der Täter auf den Balkon klettern konnte. Die am Balkon befestigte Regenrinne wurde dabei verbogen und auf dem Balkon konnten entsprechende Fußspuren im Schnee festgestellt werden. In das Anwesen selbst gelangten die Täter in diesem Fall jedoch nicht.

Hinweise an die Polizei im Köllertal, Tel. (06806) 9100. 
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