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Diese Jungs aus Merzig haben ein echt hartes Rennen gepackt

Von SZ-Redaktionsmitglied Gregor Haschnik

Merzig. Sie haben alle überlebt. Und „nur“ Schürfwunden und Muskelzerrungen davongetragen – was alles andere als selbstverständlich ist. Schließlich haben sich die neun Saarländer, darunter ein Merziger und vier Mettlacher, am vergangenen Wochenende dem vielleicht härtesten Hindernisrennen der Welt gestellt: dem Tough Guy Race („Rennen für harte Kerle“) im englischen Perton (die SZ berichtete).

Alle „Saarspacken“, so der Name der Mannschaft, haben den zwölf Kilometer langen, selbstmörderischen Parcours gemeistert und das Ziel ohne größere Verletzungen erreicht. „In diesem Jahr war der Parcours noch härter als im vergangenen Jahr: Wir mussten uns durch ein Meter enge Rohre winden, die mit Wasser geflutet waren“, erinnert sich Giuseppe Raffaele aus Mettlach. „Und an der Station ‚Höhle des Schmerzes’ mussten wir durch eine lange, dunkle Unterführung kriechen, von deren Decke elektrisierte Fäden hingen.“ Wegen der Enge sei es unmöglich gewesen, sich keinen Stromschlag zu holen, so dass „ständig die Funken sprühten – und wenigstens etwas Licht gegeben haben“, schmunzelt der Mettlacher. Raffaele, von Beruf Automobilkaufmann, hat in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal die Herausforderung Tough Guy Race angenommen: „Diesmal war es auch deshalb schwieriger, weil ich nicht mehr so naiv war wie beim ersten Mal – und wusste, welche Schmerzen ich würde ertragen müssen.“

Geschafft hat es der 30-Jährige trotzdem, und zwar in etwa zweieinhalb Stunden.  Die Platzierung sei aber völlig nebensächlich: „Es kommt nur darauf an durchzukommen.“ Was Raffaele, neben seiner Fitness, hat durchhalten lassen? „Der Wille, die eigenen Grenzen zu überwinden“, sagt Raffaele. Und nicht zuletzt die Motivation durch die eigenen Mannschaftskameraden: „Wenn einer nicht mehr konnte, haben die anderen auf ihn gewartet und ihn angefeuert. Wir wollten es unbedingt alle zusammen schaffen.“ Der Mannschaftsgeist drückte sich auch in Form von Gesängen aus: Als die harten Kerle unter Stacheldraht einen steilen Hügel herauskriechen mussten, stimmten sie gemeinsam das Lied „Einst ging ich am Rande der Donau entlang“ – was die Qualen wenigstens etwas erträglicher machte.



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