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"Diese Krise ist nicht unsere Krise"

Saarbrücken. Nicht überall ist Krisenstimmung. Es gibt auch etliche saarländische Unternehmen, die trotz Wirtschaftsflaute gut zu tun haben. Das spürt zum Beispiel die Bexbacher Alstom Power Systems, die unter anderem Turbinenschaufeln für Kraftwerke baut. "Diese Krise ist nicht unsere Krise", sagt Pressesprecher Immo von Fallois. Der Kraftwerksbau laufe sehr gut, "wir stellen sogar Leute ein". Allerdings sieht man auch Gefahren. "Wir müssen darauf achten, dass unsere wichtigen Zulieferer gut durch die Krise kommen", sagt Fallois.

Bergbau-Produkte gefragt

"Wir wachsen in homöopathischen Dosen", meint Wolfgang Preinfalk, geschäftsführender Gesellschafter der Wolfgang Preinfalk GmbH (Sulzbach, St. Ingbert). Die Zeiten des Booms seien vorbei, doch "wir haben unsere Auftragszahlen für 2009 schon unter Dach und Fach", heißt es beim Spezialisten für Sondergetriebe. Vor allem beim internationalen Bergbau - zum Beispiel in China, Australien oder den USA - sei die Nachfrage nach wie vor hoch.

"Ein gutes Auftragspolster" hat auch die Homburger Dr.-Theiss-Gruppe in ihren Büchern. Der Hersteller von Pflegeserien und Heilmitteln, die in Apotheken verkauft werden, ist zwar bei Neuinvestitionen vorsichtig, "doch wir sind für die Zukunft zuversichtlich", sagt Marketingleiterin Julia Ruffing.

Bei Nano-X (50 Mitarbeiter), dem Saarbrücker Entwickler und Hersteller von Beschichtungen auf Nano-Basis, hat die Krise "für einen Innovationsschub gesorgt", sagt Stefan Sepeur, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens.  So habe man beispielsweise schneller als geplant eine Beschichtung auf dem Markt gebracht, die für kratzfeste Möbel sorgt. Außerdem würden die Kunden "jetzt die Entwicklung neuer Produkte anstoßen, mit denen sie nach der Krise durchstarten wollen", sagt Sepeur.

Projekte laufen an

Diese Erfahrung macht auch Paul Heinrich, geschäftsführender Gesellschafter der Saarbrücker CKS (Clima, Kälte, Service) GmbH. "Für etliche Industrie- und Gewerbekunden bereiten wir heute Projekte vor für den Zeitpunkt, wenn es wieder losgeht", sagt Heinrich. Der Mittelständler (20 Mitarbeiter), spezialisiert auf maßgeschneiderte Klima- und Kälte-Anlagen, hat aber auch vorgesorgt, indem "wir auch außerhalb des Saarlandes und im benachbarten Ausland frühzeitig Kunden akquiriert haben". Das zahle sich heute mit Aufträgen aus Luxemburg, Belgien oder Frankreich aus.

WPW Ingenieure (Saarbrücken), das größte saarländische Ingenieurbüro, profitiert derzeit von den Konjunkturprogrammen des Bundes und des Landes. "Bei vielen Vorhaben wurde uns die Projektsteuerung übertragen", erzählt der geschäftsführende Gesellschafter Volker Eisenbeis.

Keine Sorgen hat auch Jörg Michael Fries. Er betreibt mit seiner Firma Bahn-Log (125 Mitarbeiter) auf dem Gelände des Gleisbauhofes Homburg die Wiederaufbereitung von Gleisschotter und Bahnschwellen. Er setzt auf einen weiter wachsenden Schienenverkehr. "Wir erwarten für das laufende Jahr - auch aufgrund der Konjunkturprogramme - weiter steigende Umsätze", sagt er.
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