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Diese Tholeyerin (30) wird Vize-Chefin von 311 Bundestagsabgeordneten

Nadine Schön.

Nadine Schön.

Am Nachmittag ist Nadine Schön, 30, noch gar nicht dazu gekommen, die vielen E-Mails, Twitter- Meldungen und SMS zu sichten, die sie gestern mit Glückwünschen zu ihrem bevorstehenden märchenhaften Aufstieg in der Unions-Bundestagsfraktion erreichten. „Mir ist das superpeinlich“, bekannte Nadine Schön gegenüber der SZ. Die CDU Saar sei mit Peter Altmaier als Kanzleramtsminister der neuen Bundesregierung bereits „überrepräsentiert“. Deshalb sei es für sie klar gewesen, dass es keine Option sei, „irgendwelche Ämter zu bekommen oder zu fordern“.

Dennoch: Die Tholeyerin hatte noch am 10. Dezember in einem SZ-Interview ihren Wunsch nach einer „Verjüngung“ in der Unions-Fraktionsspitze und der Bundesregierung klar geäußert. Ob CDUChefin Angela Merkel und CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder diesen Wunsch gelesen haben, ist nicht überliefert. Doch bei der Weihnachtsfeier der 311-köpfigen Unionsfraktion im Tipi, einem Zelt in der Nähe des Kanzleramts, wurde Schöns Wunsch unverhofft wahr. „Herr Kauder ist auf mich zugekommen, nicht Frau Merkel, das ist eine Fraktionssache“, sagte Schön lachend auf die Frage, wie denn die CDUChefin auf sie gekommen sei. Jedenfalls saß Schön im Tipi nur zwei Stühle von Merkel entfernt am Kanzlerinnentisch. Das sei „nicht so ungewöhnlich“ gewesen, erklärte die kinderlose, verheiratete Familien- Expertin der Unionsfraktion.

Es sei bei den Weihnachtsfeiern der Fraktion so üblich, dass immer „ein No-Name“ mit am Kanzlerinnentisch sitze. Kauder habe ihr das Angebot, Fraktions-Vizechefin zu werden, an jenem Tisch unterbreitet. Sie sei überrascht gewesen, habe sich dann aber gefreut. „Ich bin in keinster Weise davon ausgegangen“, so Schön. Sie habe Sprecherin der Jungen Gruppe in der Fraktion werden wollen. Das sei unter den jungen Kollegen geklärt gewesen. Sie habe sich nach dem Fest mit der Saar- CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp- Karrenbauer und Landtagspräsident Hans Ley beraten, die ihr geraten hätten, das Angebot anzunehmen.

Mitte Januar werde die Unions-Fraktion darüber abstimmen. Sie werde dann als stellvertretende Fraktionsvorsitzende für Familie, Frauen und Jugend zuständig sein. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ stehe auf ihrer Agenda, der Ausbau der Kitas, vor allem der Ausbau der Angebote am frühen und späten Nachmittag. Zudem hofft Schön darauf, auch für digitale Medien zuständig zu werden. Hier könne sie ihre Stimme für das Saarland erheben, das in Sachen ITSicherheit an den Hochschulen und in der Wirtschaft eine Vorreiterrolle habe. Kramp-Karrenbauer zählte zu den ersten Gratulanten und sagte: „Ich freue mich zuallererst für sie, aber auch darüber, dass das Saarland und die CDU Saar nun an einer weiteren wichtigen Stelle in der Bundespolitik vertreten sein werden.“


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