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Dillinger Hütte plant Kurzarbeit im Walzwerk

Im Walzwerk der Dillinger Hütte soll Kurzarbeit gefahren werden.

Im Walzwerk der Dillinger Hütte soll Kurzarbeit gefahren werden.

Die Auftragssituation bei der Dillinger Hütte (DH) ist derzeit so schlecht, dass die Mitarbeiter des Walzwerks im ersten Quartal nächsten Jahres in Kurzarbeit geschickt werden müssen. Das sagte Vorstandschef Karlheinz Blessing unserer Zeitung gestern im Anschluss an eine Betriebsversammlung. Auf dem Mitarbeiter-Treffen wurden erste Details zum geplanten Einsparprogramm des Stahlkonzerns von 120 Millionen bekanntgegeben.

Blessing geht davon aus, dass sich bei den Sach-, Rohstoffund Energiekosten, die rund 80 Prozent der Gesamtkosten ausmachen, auch der Löwenanteil der 120 Millionen Euro einsparen lasse. Dies könne beispielsweise dadurch geschehen, dass Lagerhaltung, Logistik und Einsatz von Rohstoffen wie Kokskohle und Eisenerz optimiert wird. So koste es beispielsweise viel Geld, diese Rohstoffe in den Häfen zwischenzulagern. Hier könne man mit einer abgespeckten Lagerhaltung einiges einsparen. Auch beim Einkauf sei noch Sparpotenzial vorhanden – ebenso beim Energieverbrauch. Neben der DH sind auch der Hochofenbetreiber Rogesa und die Zentralkokerei Saar (ZKS) von dem 120-Millionen- Programm betroffen. An diesen beiden Unternehmen halten die DH und die Saarstahl AG je 50 Prozent.

Allerdings sei auch eine Personalanpassung nicht zu vermeiden, sagte der Vorstandschef. Hierbei helfe, dass die Saarstahl AG derzeit gut ausgelastet ist. Daher sei es möglich gewesen, 150 Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverhältnissen bei Saarstahl weiterzubeschäftigen – und das sogar mit unbefristeten Arbeitsverträgen. Blessing ist auch Saarstahl-Vorstandschef.

Wie viele Jobs bei der Dillinger Hütte wegfallen, könne derzeit noch nicht beziffert werden. „Die Zahl wird auf keinen Fall vierstellig sein“, sagte der Stahlmanager. Außerdem werde es keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Bei der Personal-Einsatzplanung seien noch Flexibilisierungs-Möglichkeiten vorhanden – beispielsweise beim Ausbau von Zeitkonten und der Anwendung tariflicher Arbeitszeitgestaltung. „Wir müssen diese Gestaltungsspielräume ausschöpfen.“ Zusammen mit dem Betriebsrat und der IG Metall sollen entsprechende Modelle ausgearbeitet und beim Arbeitsplatzabbau sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. Wegen fehlender Rohrblech-Aufträge ist die Dillinger Hütte derzeit in einer schwierigen Lage. Das laufende Jahr wird sie mit roten Zahlen beenden.

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