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Dillinger trinken zu viel Nickel

Die Dillinger Stadtwerke erneuern und erweitern für rund zwei Millionen Euro das Wasserwerk Nord. Die Sanierung ist nach Angaben der Stadtwerke notwendig, um den Nickel-Gehalt des Trinkwassers zu senken.

Dillingen.
Die Dillinger Stadtwerke werden ab Mitte des nächsten Jahres das Wasserwerk Nord erneuern. Nach Angaben von Arno Minn, Geschäftsführer der Stadtwerke, wird die alte Anlage saniert und erweitert. Nötig geworden ist der Schritt durch die Trinkwasserverordnung von 2001. Darin festgeschrieben wurde ein Grenzwert für Nickel von 20 Mikrogramm pro Liter, der weit unter dem Nickel-Gehalt des Trinkwassers aus dem Wasserwerk Nord, 40 bis 50 Mikrogramm pro Liter, liegt.

Müssen die Dillinger um ihre Gesundheit fürchten?
Eine Gefahr für die Gesundheit besteht nach Angaben des saarländischen Gesundheitsministeriums nicht. Nach neueren Erkenntnissen sind bei einem Verzehr von zwei Litern Wasser pro Tag mit dem aktuellen Nickelgehalt keine gesundheitlichen Folgeschäden bekannt, berichtet Nele Scharfenberg, Sprecherin des Ministeriums.

Auch ist der hohe Nickel-Gehalt in Dillingen nicht auf Umweltverschmutzung zurückzuführen. Arno Minn erklärt dazu: „Die Grundlagenforschung des Neunkircher Ingenieurbüros für Grundwasser- und Geoforschung hat ergeben, dass der Nickel wahrscheinlich aus den Gesteinsschichten kommt. Bei uns ist es der Buntsandstein.“

Wasserwerk wird für zwei Millionen Euro saniert
Den Grenzwert einhalten müssen die Stadtwerke dennoch. Und die einzige Möglichkeit, den Nickelgehalt dauerhaft zu senken, sei, das Wasserwerk um eine Ionen-Austausch-Anlage zu erweitern, meint Minn. „In den vergangenen Jahren wurden hierzu von uns zahlreiche Untersuchungen durchgeführt, um eine kostenoptimale Lösung zu erzielen“, erklärt der Geschäftsführer. Um eine Erneuerung der Anlage kommen die Stadtwerke nicht herum.

Rund zwei Millionen Euro sollen investiert werden. Damit wird zum einen die 35 Jahre alte Anlage, speziell die Behälter, Rohrleitungen und Pumpen, erneuert. Zum anderen kommt eine Ionen-Austausch-Anlage hinzu. In ihr wird das bereits vorgereinigte Wasser vom Nickel befreit. „In der Anlage ist ein Harz enthalten, das den Nickel aus dem Wasser filtert“, beschreibt Arno Minn.

2011 fertig
Im Januar wollen die Stadtwerke das Projekt ausschreiben, im Mai sollen die Arbeiten beginnen. Minn: „Wir rechnen damit, dass das Wasserwerk im Februar 2011 fertig wird.“ Die Wasserversorgung sei in der Umbauzeit aber sichergestellt, versichert Minn. Es gebe ja zwei weitere Wasserwerke in Dillingen. Zudem seien mit der Dillinger Hütte und dem Nalbacher Wasserwerk Notfallpläne ausgearbeitet worden.

Wasser wird teurer
Die Stadtwerke Dillingen erhöhen 2010 und 2011 den Grundpreis für Trinkwasser von 4,45 Euro 2009 auf 7,95 Euro beziehungsweise 9,95 Euro. Der Arbeitspreis pro Kubikmeter wird dagegen von 1,65 Euro im Jahr 2009 auf 1,55 Euro in den Jahren 2010 und 2011 gesenkt.

Stadtwerke-Geschäftsführer Arno Minn dazu: „Die Großinvestition in das Wasserwerk Nord kann aus den bisherigen Wasserpreisen nicht finanziert werden und wir kommen nicht umhin, unsere Preisstruktur entsprechend anzupassen.“ Die Strom- und Gastarife der Dillinger Stadtwerke für Haushaltskunden bleiben zum 1. Januar 2010 dagegen unverändert. dög


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