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„Diner Domino“ lockte 100 Gäste auf Saarbrücker Landwehrplatz

Gerda Scheel hat einen etwas klapprigen kleinen Tisch dabei, aber nach zwei Versuchen steht er dann doch. Mitten auf dem Landwehrplatz neben anderen Klapptischen, die sich nach und nach aneinandergereiht und mit feinem Tischtuch verhüllt zu einer schönen Tafel formen. Festlich sieht das aus, als mehr als 100 Menschen am Samstagabend urplötzlich weiß gekleidet zusammenkommen und sich zu einem großen gemeinsamen Picknick treffen: dem „Diner Domino“.

Organisatorin Pascale Jahns-Petit hat vor vier Jahren begonnen, die schon vor 20 Jahren in Paris geborene Idee nach Saarbrücken zu tragen. Vor dem Staatsthater fand das erste Diner dieser Art statt, dann vor dem Schloss, der Ludwigskirche und diesmal vor der Alten Feuerwache. Die Regeln sind einfach aber umfangreich. Erstens gibt es keine öffentliche Werbung, das Ereignis spricht sich einfach rum. Jeder kommt in Weiß, Papier und Plastik sind streng verboten. Um 19 Uhr wird aufgebaut, um 23 Uhr ist alles wieder weg: „Wir kommen aus dem Nichts und verschwinden ins Nichts. Wir lassen keinen Abfall zurück“, sagt Jahns-Petit.

Alle Tische sind mit echten Tischdecken gedeckt, Leuchter spenden Licht, Porzellan und Kristall ersetzen Pappgeschirr. Stilvoll sieht das aus, jeder hat drei Gänge zum Essen mitgebracht (auch eine der Regeln), dann speist und plaudert man. „Ich finde das so toll, da musste ich mitmachen“, sagt Nikola Koch. Sie ist erstmals dabei. Gerda Scheel hat schon drei Diners hinter sich, ist Stammgast. „Wir zeigen Mut, Liebe und Humor. Mit diesen drei Tugenden feiern wir ein Fest“, sagt Jahns-Petit. Ein anderer nennt es „einen Flash-Mob für Erwachsene“. Dann schwenken alle auf einmal weiße Tücher über den Köpfen, das ist der Startschuss. Und nächstes Jahr werden sie wieder kommen, wann und wohin ist ein Geheimnis, es sei denn, man kennt einen, der es verrät. bub

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