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Dioxin-Eier: Saarland startet Info-Kampagne

Saarbrücken. Seit Freitagmorgen sind saarlandweit etwa 30 Lebensmittelkontrolleure des Landesamtes für Gesundheit und Verbraucherschutz unterwegs. Ihr Auftrag ist das Verteilen der von Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP) auf den Weg gebrachten Handzettel, auf denen die Chargen-Nummern der unter Dioxin-Verdacht stehenden Eier aufgelistet sind. Einer der Lebensmittelkontrolleure ist Michael Klein, zuständig für die Saarbrücker Innenstadt. Seit gut zweieinhalb Stunden klappert er seine „Kunden“ ab, 50 Info-Blätter hat er bislang verteilt. „Die Initiative wird sehr gut angenommen“, sagt er. Rund 800 Betriebe liegen in seinem Zuständigkeitsbereich, „davon arbeiten 500 bis 600 mit Eiern“. Beispielsweise Metzgereien, Bäckereien, Restaurants oder auch Supermärkte. „Der Schwerpunkt heute Morgen liegt aber auf dem St. Johanner Markt“, erläutert der Lebensmittelkontrolleur.

Am Marktstand von Thomas Stolz hängt die Information des Ministeriums für Gesundheit und Verbraucherschutz sichtbar aus. „Eine gute Sache“, sagt Stolz und fühlt sich selbst nicht betroffen. Die von ihm feilgebotenen Eier stammen vom eigenen Hof, und da komme kein Fertigfutter zum Einsatz. „Nur Mais und Getreide, das ich selbst schrote und mische“, sagt der Hühnerhalter aus Kleinblittersdorf. „Man merkt schon, dass die Verbraucher bisschen vorsichtiger sind. Viele fragen, wo meine Eier herkommen“, erzählt der Markthändler, dessen Kollegen ähnliche Erfahrungen gemacht haben und die Initiative des Ministeriums ebenfalls gut finden. Unterdessen geht Lebensmittelkontrolleur Klein davon aus, „dass der St.

Johanner Markt nach derzeitigem Kenntnisstand dioxinfrei ist“. Denn die hier verkauften Produkte kommen fast alle aus der Region. Anders in den Supermärkten, die ihre Eier auch von außerhalb des Saarlandes beziehen. Doch auch in diesen hängt spätestens am Nachmittag die Verbraucherinformation des Ministeriums aus, so dass die Kunden die Chargen-Nummern auf den Eiern vor dem Kauf überprüfen können.

Indes macht die Opposition in Sachen Dioxin-Skandal mobil: Auf Antrag der SPD-Fraktion sind die Auswirkungen des Skandals und die Konsequenzen daraus am Mittwoch, 19. Januar, Thema in der Plenarsitzung des saarländischen Landtags.

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