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Doch keine neuen Uniformern für Saar-Feuerwehren

Die rund 11 500 Feuerwehrleute im Saarland müssen sich auf Veränderungen bei ihren Uniformen einstellen. Ein Entwurf des Innenministeriums für eine Reform der Dienstbekleidungs- Vorschrift sieht unter anderem vor, dass an der Jacke der dunkelblauen Ausgehuniform, die bei offiziellen Anlässen getragen wird, die Dienstgrade künftig nicht mehr als Kragenspiegel angebracht, sondern an die Ärmel angenäht werden. Außerdem sollen die Diensthemden Schulterklappen bekommen.

Die Einführung einer neuen Dienstjacke mit modernerem Schnitt, wie sie die Feuerwehr- Führung des Regionalverbandes Saarbrücken ins Spiel gebracht hatte und vom Landesfeuerwehrverband (LFV) unterstützt wird, ist hingegen vom Tisch. Nach Angaben von Innenstaatssekretär Georg Jungmann (CDU) hatten die Bürgermeister deutlich gemacht, dass ihre Gemeinden dafür kein Geld haben. Um den Feuerwehren dennoch entgegenzukommen, will das Ministerium ihnen nach Jungmanns Worten gestatten, dass die Aktiven neben der traditionellen Dienstjacke künftig auch einen leichteren, kostengünstigeren Blouson tragen können.

Die Uniformjacken wurden nach Angaben von LFV-Chef Detlef Köberling seit den Nachkriegsjahren modisch nicht mehr verändert. Die von den Kommunen zu tragenden zusätzlichen Kosten seien bei einer schrittweisen Einführung marginal, sagte Köberling. „Das geht schon, es ist eine Frage des Wollens.“ Die Politik müsse sich auch überlegen, wie sich die Feuerwehr, die einen staatlichen Auftrag erfülle, in der Öffentlichkeit präsentiere. Der Entwurf des Ministeriums sei „ein fauler Kompromiss“.

Aus dem Innenministerium hieß es hingegen, eine schrittweise Einführung funktioniere nicht: Sobald in einem Löschbezirk einer die neue Uniform trage, wollten sie auch die übrigen Mitglieder schnell haben. An einer Reform der aus dem Jahr 1991 stammenden Bekleidungs- Vorschrift wird bereits seit mehreren Jahren gearbeitet. Die neue Vorschrift soll nach einer Anhörung im ersten Quartal in Kraft treten. Das Ziel sind laut Innenministerium „kostenneutrale oder sogar kostenreduzierende Lösungen“. In den Übergangsvorschriften werde geregelt, dass die derzeit vorhandene Dienstkleidung weiter getragen werden kann. So könnten die neuen Ärmelabzeichen zum Beispiel erst bei Neubeschaffungen, Ersatzbeschaffungen oder Beförderungen angebracht werden.

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