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Dortmunder B-Elf besiegt 1. FCS im DFB-Pokal - FCS droht Strafe wegen Pyroshow

Am 04.12.2013 spielte der BVB im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den FCS. In St. Wendel hat die Mannschaft indes nicht übernachtet.

Am 04.12.2013 spielte der BVB im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den FCS. In St. Wendel hat die Mannschaft indes nicht übernachtet.



„Hauptsach gudd gess“ und „Mund abputzen und weiter“ – auch so kann man die 0:2 (0:1)-Niederlage des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund zusammenfassen. „Was für ’ne gute Bratwurst“, schwärmte BVB-Trainer Jürgen Klopp vom kulinarischen Angebot im Ludwigsparkstadion. Seine Mannschaft verschlang den „Appetit-Happen“ FCS allerdings ohne zu kauen. Der BVB tat vor fast 31.000 Zuschauern im ausverkauften Park nicht mehr als nötig und doch genug, um nicht mal im Ansatz in Gefahr zu geraten.

Und das mit einer Start-Elf, die es so in einem Pflichtspiel noch nicht gab und so schnell nicht wieder geben wird. Ohne Stammtorhüter Roman Weidenfeller. Ohne die etatmäßige Viererkette mit Marcel Schmelzer, Mats Hummels, Neven Subotic und Lukasz Piszczek. Ohne das defensiv-strategische Mittelfeld mit Nuri Sahin und Sven Bender. Von Ilkay Gündogan ganz zu schweigen. Und in der Offensive fehlten Marco Reus, Jakub Blaszczykowski und Robert Lewandowski. Einzig Henrikh Mkhitaryan spielte von denen, die zum Stamm gehören, wenn wirklich alle fit sind. Neben Ergänzungsspielern wie Oliver Kirch oder Julian Schieber. „Meine Mannschaft hat das topseriös gemacht. Wir haben den Gegner durchbewegt. Wenn eine Bundesliga-Mannschaft so spielt, ist es für einen Drittligisten ganz schwer“, sagte BVB-Trainer Klopp gut gelaunt.

Allein der Tempo-Unterschied war atemberaubend. Ein Beispiel: Nach einem Eckball für den FCS konterten die Gäste. Mkhitaryan war mit Ball schneller als drei Saarbrücker ohne. Glück für den FCS, dass er den noch schnelleren Pierre-Emerick Aubameyang in der Mitte übersah, selbst den Abschluss suchte und an Timo Ochs scheiterte (21. Minute). Dass die Torschützen Schieber (19.) und Jonas Hofmann (49.) oder auch der Ex-Lauterer Oliver Kirch mit die stärksten Spieler auf dem Feld waren, obwohl sie sonst eher wenig Spielzeit bekommen, zeigt die Breite im Kader. Zur Freude von Klopp, zum Leidwesen des FCS.

„Die haben trotz der Verletzten eine unglaubliche Qualität auf dem Platz“, sagte FCS-Torwart Timo Ochs, einmal mehr bester Saarbrücker: „Aber natürlich hatten wir uns vorher etwas ausgerechnet.“ Doch dazu fehlte es schlicht an allem.
Ernsthaft eingreifen musste Dortmunds Torwart Mitch Langerak den ganzen Abend lang nicht. Bei Saarbrückens einziger echter Möglichkeit kam er nicht an den Ball. Marcel Ziemer hatte nach Zuspiel von Maurice Deville nur den Außenpfosten getroffen (38. Minute). „Schade, dass Ziemer das Ding nicht gemacht hat“, meinte FCS-Trainer Milan Sasic: „Das hätte am Dortmunder Sieg nichts geändert, aber für die Stimmung wäre es besser gewesen.“ Die war gut, aber lange nicht überragend. Zu groß war von der ersten Minute an der Leistungsunterschied zwischen dem Bundesliga-Dritten und dem Drittliga-Vorletzten.

Trotzdem fällt die DFB-Pokal-Bilanz des FCS insgesamt positiv aus. Nicht nur finanziell. „Es war ein schönes Erlebnis“, sagte Philipp Hoffmann: „Jetzt gilt es, einiges davon in die Liga mitzunehmen.“ Was genau, erklärte Timo Ochs: „Wir haben gegen Dortmund ordentlich verteidigt. Wenn wir das in der Liga immer getan hätten, hätten wir nicht die Probleme.“ Auch Trainer Sasic ging rasch zur Tagesordnung über: „Wir sind jetzt frei für die totale Konzentration auf die nächsten Aufgaben.“ Die heißen zwar nicht Borussia Dortmund, aber einfach wird es gegen Erfurt, Kiel und Wehen auch nicht.


 

Saarbrücken. „Entzündet den Funken Hoffnung“, stand auf dem Transparent, das Fans des 1. FC Saarbrücken vor dem E-Block ausgerollt hatten. Im E2-Block räumten sie die unteren Reihen frei, sperrten sie mit Absperrband ab und zündeten zum Einlauf der Mannschaften eine Pyroshow, die ziemlich viele Funken produzierte und fünf Minuten dauerte. Blitzlichter, Pyros, Böller und zum guten Schluss ein Silvesterfeuerwerk. So etwas hat es im Ludwigspark noch nicht gegeben. Wohl auch, weil es verboten ist.

Die Pyrodiskussion flammt seit zwei Jahren durch die Republik. Brandgefährlich sagen die Gegner, schön anzusehen, sagen die Freunde. „Die letzten Pyrovorkommnisse hatten wir im März 2007“, erinnert sich Jörg Rodenbüsch vom Fanprojekt „Innwurf“. Jahrelang war es in Sachen Pyro ruhig im Block. Warum es nun ausgerechnet vor dem Pokalspiel gegen Dortmund fackelte, scheint auf Missverständnisse zurückzuführen. Im Vorverkauf fühlte sich die Fankurve vom Verein schlecht behandelt – und zahlte es wohl mit dieser Pyroshow zurück.

Nun muss der Verein eine satte Geldstrafe an den DFB zahlen. Ob es Stadionverbote geben wird, bleibt abzuwarten. Erstens waren viele Franzosen im Block, denen ein Stadionverbot in Deutschland nicht weh tut, zweitens war es dunkel. „Die Kamerabilder sind schwierig auszuwerten“, erklärt Gerald Stock, Einsatzleiter der Polizei. Der Verein selbst verurteilt die Pyroshow: „Was soll man da noch sagen?“, fragte FCS-Geschäftsführer Thomas Heil, der ankündigt, dass der Verein die Verursacher der Show auch anzeigen will. Wenn sie denn gefasst werden. kip
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