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Dr. Rudolf Eckert ist seit Juli Chefarzt im Marienkrankenhaus

Nachrichten aus der Region St. Wendel.

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St. Wendel. Er ist, wie er selbst sagt, „ein saarländisches Urgestein“. In Lebach geboren und aufgewachsen, lebt Dr. Rudolf Eckert mit seiner Familie seit langem schon in St. Wendel. Gearbeitet hat er in den letzten Jahren in St. Ingbert. Am dortigen Kreiskrankenhaus hat er seit 1998 die Geriatrische Rehabilitationsklinik als Chefarzt aufgebaut und geleitet. Nachdem sein Kind also erwachsen und flügge geworden ist, „war es an der Zeit, sich noch einmal beruflich zu verändern“, sagt der 54-Jährige.

So hat Eckert Anfang Juli als Chefarzt die Leitung der Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation am Marienkrankenhaus in St. Wendel übernommen. Er ist damit Nachfolger von Dr. Peter Koch-Gwinner, der die Klinik seit ihrer Eröffnung Mitte 1995 geleitet und ihren guten Ruf maßgeblich mit geprägt hat. Koch-Gwinner hat neue Aufgaben in Erfurt übernommen.

Nach dem Medizinstudium in Mainz startete Rudolf Eckert seine berufliche Laufbahn in der Bosenbergklinik in St. Wendel. Im Knappschaftskrankenhaus in Sulzbach lernte er die Innere Medizin, kehrte nach sechs Jahren als Oberarzt an die Bosenbergklinik zurück. Wechselte dann nach St. Ingbert. Rudolf Eckert ist ein Verfechter der ganzheitlichen Medizin. Der Mensch, gerade auch der ältere, sei ein viel zu komplexes Wesen, als dass er sich auf eine Krankheit oder ein Organ reduzieren lasse, sagt er.

Zu Eigenständigkeit verhelfen Ziel der Geriatrischen Rehabilitation ist es, dem Patienten wieder zur Eigenständigkeit in seinem persönlichen Umfeld zu verhelfen und ihm so die Teilnahme am sozialen Leben wieder zu ermöglichen.

Gleichwohl werden die Therapieziele individuell festgelegt; denn „die Patienten spüren, was wichtig für sie ist“, sagt Eckert. Deshalb versucht man gemeinsam herauszufinden und festzulegen, was für den einzelnen Patienten realistisch und sinnvoll ist. Hier kommt dem therapeutischen Team der Klinik eine entscheidende Rolle zu. Im Team arbeiten unterschiedlichste Berufsgruppen – Ärzte, Pflegekräfte, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen und Sozialarbeiter, aber auch die Seelsorger – zum Wohle des Patienten eng zusammen und versuchen, seinen körperlichen, seelischen, geistigen und sozialen Bedürfnissen gerecht zu werden. Das Pflegepersonal spielt hierbei eine ganz entscheidende Rolle, so Eckert, denn Schwestern und Pfleger haben den häufigsten und intensivsten Kontakt zu den Patienten und festigen so im Stationsalltag die Fortschritte, die diese machen.

Was bringt er an Schwerpunkten mit nach St. Wendel? Da sind die Schmerztherapie und die Osteologie (also die Erkrankungen der Knochen). Ganz besonders liegt Eckert aber die Arzneimitteltherapiesicherheit am Herzen. Ältere Patienten nehmen häufig eine Vielzahl von Medikamenten ein und reagieren oft empfindlich auf diese. Die Verantwortung des Arztes ist angesichts der oft verminderten Organfunktionen der Patienten und der vielen möglichen Nebenund Wechselwirkungen der Medikamente hier besonders groß. red

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