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„Drei Minuten, die es zeigen werden“

ESC-Experte Mirko Buljan ist einer der Glücklichen, die in Düsseldorf hautnah dabei sein dürfen.

ESC-Experte Mirko Buljan ist einer der Glücklichen, die in Düsseldorf hautnah dabei sein dürfen.

Wie nah bist Du denn schon an Lena herangekommen?
Mirko Buljan: Naja, einmal durfte ich neben ihr stehen bei der Eröffnungsfeier. Ansonsten habe ich sie nur mal kurz im Shuttle-Bus gesehen. Lena wird ansonsten, genau wie im letzten Jahr, ziemlich abgeschirmt von den ProSieben-Leuten. Das muss man aber bei dem Trubel wohl auch verstehen. Natürlich findet man das schade, wenn man nicht mal ein Foto von ihr machen darf und die Bodyguards sofort dazwischen gehen – aber ich habe da großes Verständnis.

Wie ist denn die Stimmung in Düsseldorf?
Mirko Buljan: Sehr positiv, die präsentieren sich hier wirklich von der besten Seite. Das Motto „Feel your heart beat“, also sinngemäß, „Spüre Deinen Herzschlag“, das trifft total zu. Überall sind Fahnen und Lena-Plakate in der Stadt zu sehen, sogar auf der Autobahn ist der ESC ausgeschildert. Das ist super organisiert, man findet alles gut. Was ich an der Veranstaltung mag, ist, dass ganz Europa vereint ist für einen Moment, und dass man unterschiedliche Stile kennenlernt. Und für Deutschland ist es natürlich eine schöne Chance, sich als Gastgeber der Welt gut zu präsentieren. Bislang tut es das mit großer Offenheit, auch die Gäste fühlen sich hier wohl.




Wie waren die Proben, hast Du das Gefühl, Lena ist gut drauf?
Mirko Buljan: Also die Proben, die ich sehen konnte, die waren interessant.  Lena hat da herum experimentiert mit verschiedenen Kostümen, man guckt dann danach immer: Wie wirkt das im Fernsehen? Und dann probiert man vielleicht was Neues aus, das machen viele hier. Mein Eindruck ist, dass Lena wirklich super rüberkommt, ihre Show, speziell ihre Hintergrundtänzerinnen und die ganze Inszenierung mit Licht und Effekten, die ist beeindruckend. Das ist auch der große Unterschied zu ihrem Auftritt im letzten Jahr. Jetzt hat sie Verstärkung auf der Bühne, sieht wirklich toll aus, im Hintergrund bewegen sich Tänzerinnen in silbernen hautengen Outfits, die wirken ein bisschen wie Astronauten, manche haben hier auch etwas ironisch gesagt: Die sehen aus wie fünf Spermien. Und ohne zuviel vorab zu verraten: Das steigert sich dann alles, und endet dann mit einem ganz großen Knalleffekt, buchstäblich, da können sich die Fans auf einiges gefasst machen.

Wie groß ist die Konkurrenz?
Mirko Buljan: Finnland ist mit einer eher langsamen Nummer vertreten mit einem Sänger, der nur mit seiner Gitarre auftritt. Das hat mich an den Belgier vom letzten Jahr erinnert.  Bei Paradise Oscar hatte ich im Halbfinale eine Gänsehaut, und dies ist schon mal ein gutes Zeichen! Ich hoffe, dass es nicht zu seinem Nachteil ist, dass er am Samstag als Erster auftreten muss und man ihn schnell vergisst! Aber sicherlich ist er ein sehr guter Auftakt in das diesjährige ESC-Spektakel!
Für Frankreich tritt ein ausgebildeter Opernsänger an, das fand ich ungewöhnlich – genauso wie die Interpretin aus Estland, die Sängerin ist in Lenas Alter. Sehr hoch gehandelt wird aber vor allem Irland: Das sind zwei total auffällige blonde Jungs mit außergewöhnlichen Frisuren.

Es gibt Leute die sagen, es wären eine Reihe von Lena-Kopien im Wettbewerb. Stimmt das denn?
Mirko Buljan: Ja, teilweise. Im Falle von Estland ist das der Fall, und auch bei Ukraine, Schweiz und Österreich kann man erkennen, dass man sich da stark orientiert hat an der Natürlichkeit von Lena! 

Zum Schluss noch eine Einschätzung: Wird Lena es denn noch einmal schaffen?
Mirko Buljan:Lena ist für mich gesanglich nach wie vor nicht die Allerbeste, aber was die Ausstrahlung und Persönlichkeit angeht schon. Ich finde, „Taken by a stranger“ ist ein starker Song, der von Anfang bis Ende fesselt. Und eines ist auch ganz deutlich: Lena hat sich weiterentwickelt im Vergleich zum letzten Jahr. Ich schließe nicht aus, dass sie noch mal gewinnt. Ich glaube, dass eine einstellige Platzierung auf jeden Fall drin ist. Wer letztlich das Rennen macht, da spielt vor allem eines rein: Wer hat den stärksten Willen und kann das auch zeigen.  Es sind wirklich die drei Minuten in der Live-Show, die es zeigen werden. Und wenn dann danach, wie im letzten Jahr, tausende von Leuten in der Halle klatschen und toben und man spürt, da ist etwas in Bewegung geraten - dann ist am Samstag alles drin.
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