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Drei Saar-Bürgermeister wollen Nordsaarlandstraße

Die Bürgermeister der drei Hochwald-Kommunen machen sich gemeinsam für den Bau der Nordsaarlandstraße in ganzem Umfang, also einschließlich der umstrittenen Nordumfahrung Merzig, stark.

Die Bürgermeister der drei Hochwald-Kommunen machen sich gemeinsam für den Bau der Nordsaarlandstraße in ganzem Umfang, also einschließlich der umstrittenen Nordumfahrung Merzig, stark.

Wadern/Weiskirchen/Losheim. Die Bürgermeister der drei Hochwald-Kommunen machen sich gemeinsam für den Bau der Nordsaarlandstraße in ganzem Umfang, also einschließlich der umstrittenen Nordumfahrung Merzig, stark. Bei einem Besuch in der SZ-Redaktion in Merzig betonten Fredi Dewald (SPD, Wadern), Lothar Christ (SPD, Losheim am See) und Werner Hero (CDU, Weiskirchen) einmütig, die Nordsaarlandstraße besitze für den gesamten Hochwaldraum eine erhebliche strukturpolitische Bedeutung. Ohne diese geplante schnellere Verbindung zwischen den Autobahnen A1 im Norden und A8 im Südwesten sei der Hochwald von dem boomenden Wirtschaftsraum Luxemburg abgekoppelt – ein schwerwiegender Standort-Nachteil für die Region.

Zusage aus Saarbrücken

Der Losheimer Bürgermeister Christ wies  darauf hin, dass die Landesregierung ihm noch im Jahr 2005 schriftlich versichert habe, dass der Bau der Nordsaarlandstraße für das Land unverzichtbar sei. Dies gehe aus einem Schreiben des damaligen Wirtschaftsministers Hans-Peter Georgi (CDU), seinerzeit für den Verkehr zuständig, an ihn hervor. In diesem Schreiben hatte Georgi noch als Ziel der Landesregierung formuliert, die Nordsaarlandstraße als Ganzes bis zum Jahr 2008 fertiggestellt zu haben.

Heute, zwei Jahre später, rückt die inzwischen für den Straßenverkehr verantwortliche Umweltministerin Simone Peter von dieser Position ab. Insbesondere die Nordumfahrung Merzig wird vom Ministerium kritisch gesehen. Das Argument des Ministeriums: Die Kosten des Neubau-Abschnittes, die auf 16 Millionen Euro beziffert würden, stünden ebenso wie der ökologische Eingriff durch die neue Straßentrasse in keinem Verhältnis zu dem Nutzen, den die Umfahrung für die Merziger Innenstadt bringe. Gutachten hätten erwiesen, so heißt es aus dem Ministerium, dass die Ortsdurchfahrt Merzig durch eine Umfahrung nur zu rund 17 Prozent vom Verkehr entlastet werde. 

Nur die halbe Wirklichkeit

Diese Zahlen geben nach Ansicht der drei Hochwald- Bürgermeister aber nur die halbe Wirklichkeit wieder: Lothar Christ machte gegenüber der SZ darauf aufmerksam, dass die genannte Untersuchung zum einen nicht mehr ganz aktuell sei. Zum anderen würden darin Verlagerungseffekte nicht berücksichtigt, die sich inzwischen ergeben hätten: „Viele Autofahrer aus dem Hochwaldraum wählen den Weg über das Haustadter Tal zur Autobahn oder über Mettlach in Richtung Luxemburg. Die Verkehrsbelastung ist damit zu einem Problem für den ganzen Kreis geworden“, erklärte Christ.

Aus Sicht von Fredi Dewald fokussiert sich die Diskussion um die Nordsaarlandstraße zurzeit zu stark auf die Nordumfahrung Merzig. Der Waderner Bürgermeister wies darauf hin, dass trotz einiger bereits vollendeter Maßnahmen im Bereich seiner Stadt noch einige zentrale Punkte im Zusammenhang mit der Nordsaarlandstraße nicht berücksichtigt seien. An erster Stelle sei dies die Ortsumfahrung von Nunkirchen. „Der Ort ist mit rund 21 000 Fahrzeugen am Tag schon jetzt sehr stark vom Verkehr belastet“, sagte Dewald. Werner Hero machte darauf aufmerksam, dass eine bessere Anbindung an die Autobahnen nicht nur für die in den Hochwaldgemeinden ansässigen Betriebe wichtig sei. Auch für die Weiterentwicklung des Tourismus in der Region sei die Nordsaarlandstraße von großer Bedeutung, denn mehr und mehr Gäste kämen aus dem Beneluxraum.
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