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Drei Windräder für Merchingen

Die VSE baut in Merchingen (Merzig) drei Windräder. Die Anlagen decken den Energiebedarf von 4000 Haushalten. In einem zweiten Schritt ist geplant, dass Bürger und Stadtwerke sich an dem Projekt beteiligen.

Saarbrücken. Der saarländische Energiekonzern VSE AG baut in Merchingen bis Ende des Jahres einen Windpark mit drei Windrädern. Das sagte gestern VSE-Vorstandsmitglied Tim Hartmann: „Alle Genehmigungen liegen vor, wir haben gerade mit dem Bau begonnen.“

Das zehn Millionen Euro teure Projekt umfasst drei Windkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils zwei Megawatt. Jährlich soll der Windpark Merchingen 13 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. „Das entspricht dem Strombedarf von rund 4000 Haushalten“, sagte Hartmann.

Zurzeit wird die Zufahrt zum Windpark vorbereitet, der ziemlich genau zwischen den Ortschaften Merchingen und Honzrath in der Nähe des Antoniushofs entstehen soll. Im November sollen dann die drei Windkraftanlagen errichtet werden. Laut Hartmann soll die Anlage sogar noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Das sei vertraglich gesichert. „Wir wollen die Vorteile des Erneuerbare Energien Gesetz für Anlagen, die noch 2009 in Betrieb gehen, auch nutzen“, sagte Hartmann.

Das Projekt Merchingen hatte einen langen Vorlauf. Bereits vor neun Jahren hat die Ökostrom Saar GmbH das Projekt auf den Weg gebracht. Doch Proteste hatten den Bau lange verhindert. Gerade wegen der früheren Widerstände sei er froh, dass das Projekt die einstimmige Zustimmung des Stadtrates sowie die Unterstützung der Bevölkerung bekommen hat.

Dafür allerdings hat die VSE auch viele Zugeständnisse gemacht: Statt wie geplant vier Anlagen gibt es jetzt nur drei Anlagen, um die Schattenbildung zu verringern. Auch bepflanzt das Unternehmen die Umgebung mit Hecken, Obstbäumen und Laubbäumen, und engagiert sich im Vogelschutz.

Die lange Vorlaufzeit in Merchingen zeigt laut Hartmann, wie schwer es sei, den Bau einer solchen Windkraftanlage zu verwirklichen. Viele Gemeinden hätten Probleme mit Windkraftprojekten, weil häufig dagegen geklagt würde.

Beim Windpark Merchingen will die VSE die Bürger in einem zweiten Schritt auch als Unternehmer mit ins Boot holen. Dann könnten Bürger und Stadtwerke sich als Partner mit eigenem Kapital am Projekt beteiligen. „Das ist dann ein Test, wie groß das Interesse bei der Bevölkerung ist, sich an Windkraft zu beteiligen“, sagte Hartmann.

Bisher ist die VSE nur am Windpark Freisen beteiligt, allerdings sei ein Engagement in weiteren Windparkprojekten nicht auszuschließen, sagte Hartmann. „Wir werden, was ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist, aufgreifen und umsetzen“, sagte der VSE-Chef.






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