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Dressur-Gala in Perl-Borg: Rath und Totilas empfehlen sich mit Top-Form für WM

Ein dumpfes Raunen schleicht sich durch die Zuschauerränge, als Totilas stolpert. Der kleine Patzer während der Pirouette bringt den Hengst kurz aus dem Rhythmus. Es ist am gestrigen Sonntag nicht der einzige Fehler des Millionen-Pferdes und seines Reiters Matthias Rath – und dennoch: An dem Duo, das nach zwei Jahren Auszeit in diesem Frühjahr wieder in den Turniersport eingestiegen ist, gibt es am Ende kein Vorbeikommen. Totilas und Rath gewinnen den Preis der Fürstlich Castell’schen Bank, den Grand Prix Special, zum Abschluss der dritten Peterhof Dressur-Gala in Perl-Borg.

Die Anmut, die Energie machen die kleinen Aussetzer des 14-jährigen Rappen wett. Mit 82,196 Prozentpunkten landen er und Rath vor Isabell Werth und Bella Rose (81,647 Prozentpunkte) sowie Kristina Sprehe und Desperados (79,725). „Solche Fehler passieren“, sagt Rath: „Aber besser, sie passieren hier und jetzt als in Zukunft.“ Es ist für Totilas und seinen 29-jährigen Reiter der sechste Sieg in Folge. Eine Demonstration ihrer Stärke. Ein Zeichen für Bundestrainerin Monica Theodorescu. Die Dressur-Gala in Borg dient wie der CHIO in Aachen (14. bis 20. Juli) der Sichtung für die Weltreiterspiele 25. bis 29. August in der Normandie.

Unmittelbar nach der letzten Prüfung auf dem Peterhof verkündet Theodorescu: „Das Team für Aachen steht.“ Helen Langehanenberg, die mit Damon Hill wegen dessen Zuchteinsatz nicht in Perl-Borg war, wird beim CHIO starten. Ebenso wie Sprehe und Desperados, Werth und Bella Rose sowie Rath und Totilas. Eine Entscheidung, die nach den fünf Tagen auf der Reitanlage Peterhof kaum überrascht. Bei den wichtigsten Prüfungen landeten die Drei stets vorne, knackten fast immer die Marke von 80 Prozentpunkten. „Es gab bei der Bestimmung des Teams für Aachen keine Diskussionen“, sagt Theodorescu. Klar ist auch, dass die vier Starter beim CHIO die besten Chancen auf eine WM-Teilnahme haben.

Neben Rath und Totilas haben in Perl-Borg vor allem Isabell Werth und die erst zehnjährige Stute Bella Rose beeindruckt. „Ihre Entwicklung ist wirklich erfreulich“, findet die Bundestrainerin. Werth selbst kommt aus dem Schwärmen kaum heraus. „Ich bin richtig glücklich und euphorisiert. Die letzte Prüfung ging fantastisch. Es gab nur ein paar Kleinigkeiten in der Feinabstimmung“, sagt die Reiterin. Arlette Jasper-Kohl, die mit ihrem Mann Edwin Kohl die Dressur-Gala auf die Beine gestellt hat, ergänzt: „Das war Spitzensport mit Gänsehaut-Feeling. Das dritte Jahr der Peterhof-Gala war insgesamt unfassbar.“ Wie Edwin Kohl sagt, kommen über die fünf Tage „etwa 8000 Zuschauer. Trotz des schlechten Wetters und der Fußball-Weltmeisterschaft waren die Ränge am Samstag bis in die Nacht gefüllt.“
Gestern sieht das nicht anders aus. Kein Sitzplatz ist mehr frei, auf den Stehrängen drücken sich die Zuschauer eng nebeneinander – vor allem, als Totilas und Rath das Dressur-Viereck betreten. Alle Kameras schießen nach oben, das Publikum liebt den Hengst, feiert ihn. Auch wenn er sich mal ein paar kleine Fehler erlaubt.
 Perl-Borg. Dorothee Schneider hat am Wochenende bei der Peterhof Dressur-Gala in Perl-Borg an die starken Leistungen der Vortage angeknüpft. Am Samstag siegte sie mit Derano beim Preis der Fontis Family Office GmbH und der Kanzlei Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz (Intermediaire I) mit 75,789 Prozentpunkten. Matthias Rath und Totilas holten sich nach ihrem Erfolg am Freitag beim Preis von Va-Tout gestern erneut den Sieg (82,196 Prozentpunkte) beim Preis der Fürstlich Castell’schen Bank, einem Grand Prix Special. Rath gewann zudem mit Danönchen den Preis der Nürnberger Versicherungsgruppe (St. Georges Special, 72,585 Prozentpunkte) und qualifizierte sich dadurch für den Nürnberger Burgpokal im Dezember in Frankfurt.
Mit dem Hengst Bretton Woods gewann Rath den Großen Preis der Saarlandes/Preis der Ministerpräsidentin des Saarlandes (Intermediaire I Kür/Freestyle) mit 76,125 Prozentpunkten. Hedda Droege war derweil mit ihrer Stute Donatella erfolgreich. Am Samstag gewannen die beiden bei der Qualifikation zum Louisdor-Preis, dem Nachwuchspferde Grand Prix, mit 72,974 Prozentpunkten. Am Sonntag steigerten sie sich bei der Qualifikationsprüfung zum Finale des Louisdor-Preises auf 73,605 Prozentpunkte. Isabell Werth und ihr Wallach Don Johnson präsentierten sich beim Preis der kohlpharma GmbH (Grand Prix Kür/Freestyle) harmonisch und setzten sich mit 80,225 Prozentpunkten an die Spitze. cjo
 
 

 
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