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Drogen-Abhängiger kommt nach drei Spielhallen-Überfällen in Haft

Saarbrücken. Nach Überfällen auf drei Spielhallen in Saarbrücken innerhalb von drei Tagen muss ein 35 Jahre alter Schlosser ins Gefängnis. Das Landgericht hat den drogenabhängigen Mann aus der Landeshauptstadt wegen schwerer räuberischer Erpressung, Diebstahls und Raubs zu viereinhalb Jahren Haft nebst Unterbringung in einer Suchtklinik verurteilt.

Der Angeklagte hatte vor Gericht und bei der Polizei ein volles Geständnis abgelegt. Die Ermittler waren ihm mit Hilfe einer öffentlichen Fahndung auf die Spur gekommen. Er berichtete anschließend davon, dass er seit rund neun Jahren von Kokain abhängig sei. In dieser Zeit habe ihn die Droge kaputt gemacht. Zuletzt habe er seinen Arbeitsplatz verloren und Monat für Monat Rauschgift für mehrere Tausend Euro konsumiert. Anfang August vergangenen Jahres sei es besonders schlimm gewesen. Er habe tagelang unter Kokain gestanden und nicht geschlafen. Aber irgendwann habe die Wirkung der Drogen nachgelassen. Und er habe keine Drogen und kein Geld mehr gehabt, um sich welche zu kaufen.

Da er kein Geld mehr hatte, um Drogen zu kaufen, sei er am 7. August 2012 gegen ein Uhr früh in eine Spielhalle gegangen und habe vorgetäuscht, dass er Geld wechseln wolle. Als die Kasse offen war, bedrohte er den Angestellten mit einer Waffe, forderte Bargeld und die Handys des Mannes. Dann flüchtete er mit weniger als tausend Euro Beute. Das Geld reichte gerade einmal einen Tag. Am 8. und 9. August folgten die nächsten Überfälle

Die Opfer leiden bis heute unter den psychischen Folgen. Sie sind unsicher, haben manchmal Angst und Probleme in der Nacht. Der Angeklagte hat sich bei Ihnen entschuldigt und gesagt: Ihm sei bewusst, dass er mit dieser Entschuldigung sein Tun nicht ungeschehen und wiedergutmachen könne. Er hoffe nun auf eine erfolgreiche Drogentherapie und darauf, danach wieder Fuß fassen zu können. wi
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