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Drogenhandel in großem Stil: Mann (43) in Saarbrücken verurteilt

Ein 43-Jähriger aus dem Saarland ist wegen seiner Beteiligung am Drogenhandel im großen Stil zu sieben Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden.

Ein 43-Jähriger aus dem Saarland ist wegen seiner Beteiligung am Drogenhandel im großen Stil zu sieben Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden.

Saarbrücken. Das Landgericht hat einen 43 Jahre alten Albaner aus dem Saarland wegen seiner Beteiligung am Drogenhandel im großen Stil zu sieben Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Der Angeklagte war am 14. Januar 2012 in einem Intercity-Zug aus Dänemark in Flensburg mit sechs Gramm Kokaingemisch aufgefallen. Er wurde festgenommen und kam nach Saarbrücken in Untersuchungshaft.

Der Mann hat laut Anklageschrift insgesamt drei Alias-Namen. Er soll in Italien bereits in Abwesenheit wegen seiner angeblichen Beteiligung an diversen Drogengeschäften zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt worden sein. Die italienische Justiz, die deshalb seine Auslieferung beantragt hat, stufte ihn dabei eher als kleine Nummer und nicht als Drahtzieher im internationalen Drogenhandel ein.

Die Taten, wegen derer er sich jetzt in Saarbrücken verantworten musste, liegen einige Zeit zurück. Der Mann soll in den Jahren 2005 und 2006 einem Bekannten insgesamt 16 Mal zwischen zehn und 70 Gramm Kokain verkauft haben. Dies hat er zugegeben. Außerdem soll er – was er bestreitet – einen Bekannten überredet haben, eine Ladung Kokain von Venezuela nach Deutschland zu schmuggeln. Der Betroffene hatte damals angeblich rund 10.000 Euro Schulden bei dem Albaner, die ihm im Gegenzug erlassen werden sollten.

Am 15. Februar 2006 sei der Bekannte des Angeklagten daraufhin mit einem Linienflug aus Caracas in Frankfurt gelandet. Er hatte zwei Koffer dabei, in denen sich Flokati-Teppiche, ein Badetuch, mehrere Tagesdecken und andere Textilien befanden. Diese waren zuvor in Venezuela mit insgesamt 5,46 Kilo Kokain getränkt worden. Die Drogen wurden in Frankfurt sichergestellt.

Der Transporteur und weitere Hinweise führten die Ermittler auf die Spur des Angeklagten. Der 43-Jährige wurde daraufhin jetzt – ähnlich wie zuvor in Italien – auch vom Landgericht lediglich als eine Art Vermittler für den Transport der Drogen nach Europa eingestuft. Wer seine Auftraggeber und die eigentlichen Drahtzieher im Hintergrund des Drogengeschäftes waren, konnte nicht geklärt werden. wi

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