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Drogensucht führt Mann aus Battweiler ins Gefängnis

Nachrichten aus der Region Zweibrücken.

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Zweibrücken. Nachdem er vor einiger Zeit wieder zu seiner „alten Wirkungsstätte“ in Zweibrücken zurückkam, war es – so die Auffassung von Richter Stefan Pick – nur eine Frage der Zeit, bis die Staatsanwaltschaft wieder gegen den Mann ermittelt. Gestern musste er sich vor dem Zweibrücker Amtsgericht gleich wegen vier Straftaten verantworten. Unter anderem wurde am 13. November 2010 bei ihm zu Hause ein Revolver sichergestellt. Der 38-Jährige hatte dafür aber keinen Waffenschein. Vor Gericht argumentierte er, die Waffe lediglich zum Schutz seiner Freundin besessen zu haben. Diese sei immer wieder von früheren Bekannten aus der Zweibrücker Drogenszene angepöbelt worden. Als nächstes wurde er angeklagt, weil er am 12. September vergangenen Jahres mit 32,6 Gramm Marihuana erwischt wurde.

„Es handelt sich hier um die Ernte von Stauden, die ich selbst angepflanzt habe. Es war minderwertige Qualität“, erklärte der Battweilerer. Auch für die Prügelei vom 29. August letzten Jahres in der Videothek in der Hofenfelsstraße hatte der Angeklagte einen Grund parat. Er habe damit einen Vorfall, der sich auf dem Zweibrücker Stadtfest zugetragen habe, rächen wollen. Aufgrund der 13 Vorstrafen und dem Lebenslauf des Angeklagten machte Pick deutlich, dass dieser nicht wieder mit einer Bewährungsstrafe davonkommen werde. „Wo soll das alles noch hinführen? Irgendwann ist der Deckel zu“, sagte der Richter. Auch der Oberamtsanwalt sah alle juristischen Möglichkeiten ausgeschöpft: „Wenn Sie es nicht schaffen, von der Drogensucht loszukommen, dann kommt es wie der Richter befürchtet.“ Er plädierte auf eine Gesamtstrafe von acht Monaten Gefängnis. Diesem Antrag entsprach das Urteil von Pick. „Das Gefängnis wird wohl nichts bringen“, so die Prognose des Richters, der dem 38-Jährigen rät, vor allem die Südwestpfalz künftig zu meiden. In Betracht komme auch eine Teilnahme an einem Programm, das eine kontrollierte Heroinabgabe vorsehe. nob
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