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Drohte Mann (30) mit Angriff seines Pitbulls?

Von SZ-Mitarbeiter Helmut Jakob

Saarbrücken. Die große Strafkammer des Landgerichts hat den Prozess gegen einen 30-jährigen Mann aus dem Regionalverband Saarbrücken gestern zunächst ausgesetzt. Erst sollen weitere Zeugen ermittelt werden. Doch fest steht bereits, dass sich der 30-Jährige wegen Raubs vor dem Gericht wird verantworten müssen. Es geht um einen Raubüberfall am 27. Oktober 2009 in Friedrichsthal.

Der Angeklagte soll mit zwei Begleitern in der Wohnung des mutmaßlichen Opfers erschienen sein. Zunächst habe er laut Anklage dem Mann eine Bierflasche auf den Kopf geschlagen. Dann habe er gedroht, seinen Pitbull-Kampfhund auf ihn zu hetzen. Schließlich kaufte sich das Opfer mit 50 Euro und 30 Gramm Marihuana frei.

Der Angeklagte war in der Drogenszene aktiv und verbüßt zurzeit wegen eines anderen Delikts eine Freiheitsstrafe in der Saarbrücker Justizvollzugsanstalt. Der Mann aus Friedrichsthal sei einmal sein Zellengenosse gewesen. Man habe sich angefreundet und auch nach der Haft Kontakt gehalten.

Als der Angeklagte erfuhr, dass sein ehemaliger Zellengenosse Dritten erzählt habe, von ihm bestohlen worden zu sein, habe er ihn in dessen Wohnung in Friedrichsthal aufgesucht. Den Pitbull habe er zwar dabei gehabt, räumt der Angeklagte ein, aber mit Maulkorb. Er gibt auch zu, den Ex-Zellengenossen ins Gesicht geschlagen zu haben – nicht aber den Raub. Etwas Geld und Marihuana habe er nur „zur Strafe“ mitgehen lassen. Das sei aber kein Raubüberfall gewesen.

Die Telefongespräche des Angeklagten wurden von der Polizei überwacht. Daraus ergeben sich Anhaltspunkte, welche die Version des Angeklagten stützen könnten. Es soll auch drei weitere Zeugen geben, aber von denen sind bisher nur die Spitznamen bekannt. Man geht davon aus, dass die Polizei die Männer binnen kurzer Zeit ermitteln kann. Dann sollen sie als Zeugen vor Gericht aussagen.
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