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„Druck der Bürger scheint zu wirken“

Windparks werden zunehmend kontrovers diskutiert. Foto: SZ

Windparks werden zunehmend kontrovers diskutiert. Foto: SZ

Die Beckinger Landtagsabgeordnete der Linken Dagmar Ensch-Engel hat sich erfreut gezeigt, „dass inzwischen auch Teile der Grünen die Positionen der Linksfraktion zum Bau neuer Windkraftanlagen übernehmen“, wie sie schreibt. Ensch-Engel, die auch umweltpolitische Sprecherin der Linken ist, bezieht sich dabei auf die jüngst in der SZ publizierte Stellungnahme der Waderner Grünen zum geplanten Windpark bei Löstertal (SZ vom 29. September).

 

„Dass die Grünen in Wadern nun eine Begrenzung von Anzahl und Höhe der Anlagen sowie einen höheren Abstand zu den Wohngebieten fordern, ist ein Fortschritt.“ Schließlich seien es die Grünen auf Landesebene und in den meisten Kommunen, „die das Geschäft der Windkraft-Lobby sonst am engagiertesten betreiben“. Doch der Druck der Bürger vor Ort scheine langsam zu wirken, findet Ensch-Engel. „Jetzt sollten die Waderner Grünen ihre Bedenken aber auch mit ihrem Landesvorsitzenden besprechen. Was allerdings gar nicht geht, ist, die berechtigten Sorgen der Anwohner etwa wegen der Abholzung des Waldes für neue Windkraftanlagen, Infraschall und Eiswurf mit dem Verweis auf Umweltbelastungen durch den Straßenverkehr, Feinstaub und radioaktiver Stoffe aus Atomkraftwerken kleinzureden.“ Die Alternative sei nicht überall Windräder oder  überall Atomkraftwerke, betont die Linkenpolitikerin. „Vielmehr wird viel Natur zerstört, damit im windarmen Saarland immer größere Anlagen errichtet werden können, gleichzeitig wird für zig Millionen überschüssiger Strom vernichtet und es fehlt an ausreichenden Stromspeichern.“

 

Die Linke werde in der nächsten Landtagssitzung am heutigen Mittwoch einen Antrag einbringen, der vorsieht, dass keine Windkraft-Anlagen auf den Flächen des landeseigenen Saarforst mehr errichtet werden und vor dem Bau jeder einzelnen Anlage verbindlich eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden muss, kündigt Ensch-Engel an. „Wem der Schutz der Natur tatsächlich ein Anliegen ist, der kann sich schlecht dagegen aussprechen, dass mögliche Auswirkungen auf die Umwelt geprüft werden sollen, bevor neue Anlagen errichtet werden. Erst recht nicht, wenn er davon überzeugt ist, dass Windkraft-Anlagen im Sinne des Umweltschutzes sind.“
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