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Düstere Zirkus-Show: Festival Perspectives eröffnet

Besucher kann es bei einem Festival wie Perspectives nicht genug geben. Deshalb sind Öffentlichkeitsarbeiterinnen des Festivals auch in Oberstufenklassen deutscher und französischer Gymnasien sowie in den Universitäten Saarbrücken und Metz unterwegs.

Besucher kann es bei einem Festival wie Perspectives nicht genug geben. Deshalb sind Öffentlichkeitsarbeiterinnen des Festivals auch in Oberstufenklassen deutscher und französischer Gymnasien sowie in den Universitäten Saarbrücken und Metz unterwegs.

  Saarbrücken. Das orangefarbene Zelt auf dem Saarbrücker Theater-Vorplatz setzt ein heiteres Signal. Das mag ein wenig irreführen, denn die diesjährige Zirkus-Show der Saarbrücker Perspectives entpuppte sich als ein verrätseltes, bitter-bissiges Spektakel.

Am Freitagabend fand die Eröffnung unter "Vive-le-festival"-Rufen der deutsch-französischen Polit-Prominenz statt. Jawohl, dieses binational finanzierte Projekt verbindet das "Savoir vivre" der Region mit dem "Savoir faire" der Politik, wie es Saar-Innenminister Stephan Toscani ausdrückte.

Seit Jahren reservieren die Perspectives dem "Cirque Nouveau" einen Stammplatz. Und das Collectif AOC, bereits 2007 mit einem eher spröden Stück zu Gast, wagte sich jetzt mit "Autochtone" noch weiter vor in der avantgardistischen Linie. Weg von perfekt-gelackter Akrobatik hin zu einem von Karin Vyncke durchchoreografierten Atmosphäre-Kunstwerk. Ein (Polit-)Mafiosi zieht hier die Fäden, manche Leiche liegt rum, und Müllsäcke türmen sich über den Köpfen der Akrobaten.

Sie werden entsorgt wie Zivilisationsmüll. "Autochtone" fehlt jedwede clowneske Einfärbung. Vom Zirkus bleibt kaum mehr als sportive Kunst. Jonglage, Trapez, Trampolin-Nummern erlebte man freilich schon frischer, wilder, bizarrer, innovativer. Doch ohne Zweifel entwickelt "Autochtone" viel Verführungs-Magie. Die angeschrägte, kraftvolle Musik-Komposition verstärkt den "dunklen" Grundton des Abends, an dessen Ende Blut floss - kein Gag, ein veritabler Unfall des Live-Musik-Solisten.

Mancher wird "Autochtone" zu tanzlastig finden, ein wenig chaotisch auch und schleppend den Beginn. Trotzdem fand das Stück uneingeschränkte Begeisterung. Das Festival startete nun mal so, wie die Fans es lieben: herausfordernd-progressiv. ce

Musiker verletzt - Vorstellung am Samstag erst um 19.30 Uhr
Bei der Eröffnungsveranstaltung hat sich der Musikers Jules Beckmann verletzt. "Sein momentaner Zustand lässt es leider nicht mehr zu, bei den folgenden Veranstaltungen des Zirkus AOC teilzunehmen", teilte Pressesprecherin Claire Diraison mit.

Die Zirkusgruppe werde jedoch die geplanten Vorstellungen trotzdem aufführen. Endi Caspar vom Jazz-Trio „The happy three“ werde Beckmann ersetzen. "Auf Grund der benötigten Probezeit wird allerdings die Vorstellung am Samstagabend von 18.00 Uhr auf 19.30 Uhr verschoben," sagte Diraison.

Termine:
22.05: 19.30 Uhr, 23.05: 18 Uhr, 24.05: 17.30 Uhr
Karten: Tel. (06 81) 301 4322.




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