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Dynamikum: Erstmals Defizit

Nachrichten aus dem Raum Pirmasens

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Pirmasens. Rund 90 000 Besucher haben im vergangenen Jahr eine Eintrittskarte fürs Pirmasenser Dynamikum gelöst. Knapp ein Drittel waren Schüler. Damit ist die Frequenz zum dritten Mal in Folge rückläufig. Jetzt hat Geschäftsführer Rolf Schlicher Bilanz gezogen. Er ist nicht ganz zufrieden. Im Rekordjahr waren auch aufgrund des „Neugiereffekts” 130 000 Gäste gezählt worden.

Den Grund für den Rückgang um gut 2 000 Besucher gegenüber 2011 sieht der 48-Jährige vor allem im Wetter. Bis zum Beginn der Sommerferien hätten die Zahlen noch 17 Prozent über Vorjahr gelegen. Die Hitze im Juli und August hätte der Einrichtung mit ihren 160 naturwissenschaftlichen Exponaten nicht in die Karten gespielt.

In den Ferien seien rund 9 000 Besucher weniger gekommen als im Vorjahreszeitraum. Laut Statistik verbringen Eltern und ihre Sprösslinge im Schnitt gut vier Stunden im Mitmachmuseum, deshalb geht er nicht von einem Besucheransturm zum Landesfest aus. Trotzdem will Pirmasens mit reduziertem Eintrittspreis und eventuell längeren Öffnungszeiten Lust aufs Dynamikum machen. Trotz des leichten Dämpfers in der vierten Vollsaison sieht der Geschäftsführer keinen Anlass zur Sorge. Eine schwarze Null werde allerdings 2012 nicht in den Büchern stehen.

Die Endabrechnung liegt noch nicht vor. Der kalkulierte Verlust von 187 000 Euro werde aber bei weitem nicht erreicht. Im vergangenen Jahr hatte das Dynamikum einen Umsatz von rund 800 000 Euro (2011 eine Million Euro) erwirtschaftet. Ursprünglich hatten die Macher mit 70 000 Gästen kalkuliert. Schlicher rechnet damit, dass sich die Besucherzahlen mittelfristig bei durchschnittlich 100 000 stabilisieren lassen. Große Hoffnung setzt er dabei auf den Dynamikum-Ableger im Strecktal und die anvisierte Jugendherberge.

Wie berichtet sollen in dem Landschaftspark hinter dem Rheinberger zehn bis zwölf Mitmach-Exponate rund um das Thema Fliegen entstehen. Magnet soll eine Windmaschine unterhalb der Streckbrücke werden. Sie soll Naturgewalten für die Besucher erlebbar werden lassen und mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern einen Sturm der Stärke 10 simulieren.

Rolf Schlicher will prüfen lassen, ob es technisch möglich und finanziell tragbar ist, zusätzliche Effekte wie Auf- und Abtrieb einzubauen. Vorgesehen ist außerdem eine Riesenschaukel sowie eine kleine Seilbahn. Die Erweiterung ins Freie schlägt mit insgesamt 200 000 Euro zu Buche. Es ist die größte Einzelinvestition seit der Eröffnung des Hauses Ende April 2008. Der Löwenanteil der Kosten fließt aus dem EU-Projekt „Rückenwind”, der Rest, gut 50 000 Euro, soll über zweckgebundene Spenden gespeist werden.

„Die Finanzierung steht“, versicherte Schlicher, der das Projekt im November dem Hauptausschuss vorgestellt hatte. Die Ausschreibungen seien angelaufen. Schlicher hofft, dass die Exponate bis zum Rheinland-Pfalz-Tag im Juni aufgestellt sind. Ein Wintereinbruch könnte den ehrgeizigen Zeitplan allerdings gefährden.

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