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E-Mobilität: Saarland soll Modellregion werden

Saarbrücken. Das Saarland hat gute Chancen, Modellregion für die elektrische Mobilität zu werden. Acht offizielle Regionen gibt es bereits in Deutschland, „aber wir können die Nummer neun werden“, gab sich Umweltministerin Simone Peter (Grüne) gestern optimistisch. Die Gespräche mit der Bundesregierung seien vielversprechend. Eine neu gebildete Allianz von Unternehmen zeigte gestern, wie weit man an der Saar bereits in Sachen E-Mobilität ist und wohin die Reise gehen kann.

Elektro-Tankstellen von Hager-Gruppe aus Blieskastel

Als Stromlieferanten und -verteiler stellen sich der Energie-Erzeuger VSE und der Vermarkter Energis zur Verfügung. Für den Aufbau eines Netzes von Elektro-Tankstellen brachte sich die Hager-Gruppe aus Blieskastel in Stellung. Wie diese Tankstellen künftig aussehen, kann man sich ab sofort auf dem Gelände der VSE ansehen. Dort wurde eine erste Säule in Betrieb genommen. Der Unternehmer Edwin Kohl erläuterte, wie er zusammen mit seinem Partner Conenergy ab Juni das Elektro-Auto Mia in Serie bauen will. Dass der Prototyp fahren kann, demonstrierte Conenergy-Chef Roman Dudenhausen.

„Elektrofahrzeugen gehört die Zukunft“

„Wir wollen gemeinsam mehr erreichen“, betonte VSE-Vorstand Leo Petry. Er hofft, dass auch der Strom für die Elektro-Autos, -Roller oder -Fahrräder, die künftig auf saarländischen Straßen unterwegs sind, aus erneuerbarer Energie stammt. Die VSE betreibt im Merziger Stadtteil Merchingen bereits einen Windpark. „Elektrofahrzeugen gehört die Zukunft“, sagte Petrys VSE-Vorstandskollege Tim Hartmann, als er zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Hager-Gruppe, Daniel Hager, die neue Stromtankstelle aktivierte.

Gemeinsam mit der VSE hat Hager, führender Hersteller von Elektroinstallationen, die technischen Anforderungen an die Strom-Tankstelle definiert und eine entsprechende Ladesäule entwickelt. Bei einem vergleichbaren Pilotprojekt ist Hager bereits in Straßburg mit von der Partie. „Die technische Entwicklung geht rasend schnell voran“, sagte Daniel Hager. „Daher sind wir bei vielen Projekten dabei, um zu lernen und die Entwicklung zu begleiten“.

Strombezug an der Säule bargeldlos

Ministerin Peter geht davon aus, „dass es zunächst Firmenflotten sein werden, die mit Elektroautos ausgestattet werden“. Hier will die VSE mit gutem Beispiel voran gehen, auch wenn der eigene E-Fuhrpark bislang erst aus zwei Autos und einem Roller besteht.

Weil der Strombezug an der Säule bargeldlos – also mit einer Karte – abgerechnet wird, muss das System saarlandweit zur Verfügung stehen. Dafür sollen die einzelnen Stadtwerke mit Strom-Tankstellen ausgerüstet werden. Über die Landesgrenzen hinaus will man mit der RWE zusammenarbeiten.

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