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ECE: Wird Homburger Shoppingcenter doch eine Nummer kleiner?

So könnte das Shoppingcenter auf dem Enklerplatz einmal aussehen. Über das Großprojekt streiten Befürworter und Kritiker nunmehr seit Jahren.

So könnte das Shoppingcenter auf dem Enklerplatz einmal aussehen. Über das Großprojekt streiten Befürworter und Kritiker nunmehr seit Jahren.

Homburg. Es ist etwas still geworden um die geplante ECE-Ansiedlung auf dem Homburger Enklerplatz. Das Shoppingcenter war zwar Thema aller Neujahrsempfänge, aber Neues war dabei wenig zu erfahren. Auch in der Homburger Innenstadt bietet ECE derzeit höchstens am Rande Diskussionsstoff.

Grund dieser Ruhe ist sicherlich die Untersuchung, die derzeit im Saarbrücker Ministerium läuft und noch nicht abgeschlossen ist. Dort wird abgeklärt, wie sich das Großkaufhaus auf die benachbarten Kommunen auswirken könnte. Wie groß ist der Kaufkraftverlust für diese Gemeinden? Was ist vertretbar? Nicht geprüft werden bekanntlich die Auswirkungen, sprich zu erwartenden Kaufkraftverluste, für die Homburger Innenstadt. Dennoch beschäftigt gerade die Homburger Geschäftswelt diese Frage immer wieder. Und natürlich die kleinen Oppositionsparteien im Homburger Stadtrat sowie die neu gegründete „Allianz der Vernunft“, die mit Marc Piazolo gar einen eigenen Oberbürgermeister- Kandidaten für die Urwahlen im kommenden Jahr stellt.

Angeblich befindet sich die Prüfung der unterschiedlichen Gutachten zu ECE in der entscheidenden Phase. Gut möglich, dass bis Frühjahr Fakten auf dem Tisch liegen. Dann weiß man, ob das Center in der bisher vorgesehenen Größe entstehen wird (von rund 20 000 Quadratmetern Verkaufsfläche war bislang immer die Rede), oder ob es letztlich gar eine Nummer kleiner wird.

Der Homburger Projektentwickler und Inhaber der gleichnamigen Bauträgerfirma, Paul Neupert, meinte gestern auf Nachfrage unserer Zeitung: „Eigentlich müsste sich bei diesem für Homburg so wichtigen Projekt doch ein Konsens herstellen lassen.“ Dafür sei aber nicht ganz unwichtig, zu wissen, was die Center-Kritiker sich an Verkaufsfläche vorstellen könnten. Neupert: „Ich weiß bislang lediglich, dass vor zwei Jahren aus Reihen der Opposition 12 000 Quadratmeter kursierten.“ Fest stehe: Die beiden großen Ratsfraktionen, also die Mehrheit, seien für das Projekt, die Kleineren sagten nicht Nein, „wollen aber kein Monster. Ich als Projektentwickler hätte es leichter, wenn mal Zahlen auf dem Tisch lägen“.

Ob ECE bereits mit dem Gedanken spiele, das Projekt auf dem Enklerplatz zu verkleinern, dazu wollte Paul Neupert derzeit nichts sagen. Aber oben erwähntes, in Saarbrücken anhängiges Verfahren könnte durchaus zu Veränderungen in den Planungen führen. Ebenso wie die Tatsache, dass die ursprüngliche Planung bereits knapp drei Jahre alt ist und durch die permanenten Verzögerungen durchaus in Teilen überholt sein könnte.

Dazu passt auch die Aussage von Oberbürgermeister Karlheinz Schöner von Anfang Januar. Damals hatte er unserer Zeitung auf Nachfrage gesagt: „Ich habe mich bis heute nie zu einer Quadratmeterzahl geäußert. Vom Rathaus gibt es keine Vorgaben.“ Es gelte der Grundsatz: Das ECE solle mit seinen Geschäften das Innenstadt-Angebot ergänzen statt verdrängen.“ Im Januar zeigte sich Schöner optimistisch, dass die Bagger in diesem Jahr auf dem Enklerplatz rollen werden. Vielleicht für ein dann kleineres ECE-Shoppingcenter?


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