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EVS: Verkauf von Altmetall soll mehr Geld bringen

Der Entsorgungsverband Saar (EVS) will im kommenden Jahr auf eine Erhöhung der Müll- und Abwassergebühren verzichten. Das kündigte die Spitze des Zweckverbandes bei der Vorstellung des Wirtschaftsplans für das Jahr 2013 vor Kommunalpolitikern in Wallerfangen an.

Der Entsorgungsverband Saar (EVS) will im kommenden Jahr auf eine Erhöhung der Müll- und Abwassergebühren verzichten. Das kündigte die Spitze des Zweckverbandes bei der Vorstellung des Wirtschaftsplans für das Jahr 2013 vor Kommunalpolitikern in Wallerfangen an.

Wallerfangen. „Keine weiteren Gebührenerhöhungen im kommenden Jahr.“ Mit dieser Botschaft gingen die Geschäftsführer des Entsorgungsverbands Saar, Karl Heinz Ecker und Heribert Gisch, am Montagabend in das erste von sechs Treffen mit saarländischen Kommunalpolitikern (wir berichteten). In Wallerfangen stellte der Zweckverband den Entwurf für den Wirtschaftsplan 2013 vor. Transparenz möchte er mit seiner Aufklärungskampagne schaffen, und dementsprechend ließ sich die Geschäftsführung auf den Zahn fühlen. „Gut informiert“, fühlte sich nach eigenen Angaben am Ende die Mehrheit der kommunalen Vertreter.

Es wird kein weiteres Personal eingestellt, kündigte die EVS-Geschäftsführung an. Elf neue Stellen mussten besetzt werden, als das neue Abfallsystem eingeführt wurde. Unter anderem im Bereich der Gebührenbescheide und des Mahnwesens. Aufgaben, die in der Vergangenheit von den Kommunen übernommen wurden. Kostenpunkt für neues Personal: Rund 500 000 Euro. Gisch rechtfertigte die Stellen mit einer notwendigen Zentralisierung. „Die Kommunen wiederum sparen Personalkosten ein“, erklärte Gisch und bezifferte die Einsparungen auf etwa eine Million Euro. Zudem erhielten die kommunalen Verwaltungen für den Aufwand an Betreuung und Vermittlung in EVS-Fragen eine Aufwandsentschädigung von 2,5 Prozent vom Anteil der eingehenden Gebühren.

Bei der Frage, wie der EVS in Zukunft die Wertstoffe Gewinn bringend vermarkten möchte, kündigte die Geschäftsführung an, die Logistikosten senken zu wollen, indem Mengen gebündelt werden sollen. Metall aus den 20 Wertstoffzentren im Saarland sollte demnach nicht wie bisher an mehrere, sondern an den höchst bietenden Verwerter abgegeben werden. „Wir kriegen dann sicher einen besseren Preis, als jetzt“, erklärte die Geschäftsführung. Wobei bei Metallen bereits mehr Erlöse erzielt werden, als Logistikkosten entstünden. Demnach sei diese Sparte bereits kostendeckend.

Gleich mehrere Kommunalpolitiker wollten außerdem wissen, wie Müll energetisch genutzt werden kann. Der EVS arbeite an Konzepten, wie die etwa 53 Tonnen Biomüll und rund 100 Tonnen Grünschnitt pro Jahr in Strom und Wärme verwandelt werden können, teilte Ecker mit. Allerdings dürfe der EVS laut Gesetz bisher nur Bioabfall einsammeln. Auf Grünschnitt habe er keinen Zugriff, weil die Entsorgung in den Händen der Kommunen liegt. Die Politik sei gefordert, durch eine Änderung des Gesetzes diese Aufgabe in die Hände des EVS zu legen, um dann effiziente Konzepte zur Stromund Wärmeerzeugung umsetzen zu können, hieß es.


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