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Eggert verlässt FCS und kritisiert Kilic scharf

Nach dem Abstieg rumort es im Kader des FCS.

Nach dem Abstieg rumort es im Kader des FCS.

Dass Fußballspieler bei ausbleibendem Erfolg ihrer Mannschaft beleidigt werden, daran hat man sich in den letzten Jahren – leider – gewöhnt. Dass sie von den eigenen Anhängern im Kabinentrakt geschlagen werden, ist eine neue „Qualität“ und sicher keine Werbung für den 1.?FC Saarbrücken.

Angriff im Kabinentrakt

„Nach dem bisherigen Kenntnisstand hatten sich vier Personen unbefugt Zutritt verschafft“, schildert FCS-Geschäftsführer Thomas Heil die Geschehnisse, die sich etwa eine Stunde nach Abpfiff des Spiels gegen RW Erfurt (0:1) in den Katakomben des Ludwigsparkstadions zugetragen haben. „Vor den Kabinen war es dann im Laufe einer Diskussion mit einem der Fans zu einem Handgemenge gekommen, in deren Verlauf Tim Knipping einen Schlag abbekommen hat. Zu diesem Zeitpunkt waren dann Ordner zur Stelle. Der Angreifer wurde der Polizei übergeben, die Personalien festgestellt. Es wurde Anzeige erstattet“, sagt Heil.

Fanaktionen wie diese machen dem Verein die Verpflichtung von Spielern oder deren Vertragsverlängerungen sicher nicht einfacher. Denn auch Fußballer nutzen soziale Netzwerke, um sich über potenziell künftige Arbeitgeber zu informieren. Knipping, dessen Vertrag beim FCS unabhängig von der Liga ausläuft und dem nach SZ-Informationen ein Angebot von Holstein Kiel vorliegt, war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Nach dem Spiel gegen Erfurt am Samstag verabschiedete sich auch Christian Eggert – von engen Freunden und unter Tränen. „Ich wollte keine große Show daraus machen“, sagt er. Letzten Sommer war die Vertragsverlängerung des Mittelfeldspielers noch als zukunftsgerichtetes Zeichen gesehen worden. „Ich hatte meine Lebensplanung darauf ausgerichtet, langfristig im Saarland zu bleiben und dem Verein später auch in irgendeiner Form, sei es in der Jugendabteilung oder sonstwie, weiter zur Verfügung zu stehen“, sagt der 28-Jährige, der sich neben dem Sport für einige soziale Projekte im Land stark gemacht hat.

„Wollte der Mannschaft helfen“

 Jetzt aber spielt Eggert in den Planungen von Trainer Fuat Kilic keine Rolle mehr. „Er hat zu mir gesagt, er könne mich schwer einschätzen, weil wir wenig zusammengearbeitet hätten“, erzählt Eggert von dem Gespräch, „dabei folgten die ganzen Verletzungen doch daraus, dass ich anfänglich trotz eines Faserrisses gespielt habe, um der Mannschaft zu helfen.“ Sollte der FCS über Lizenzentzüge anderer Vereine doch noch in der 3. Liga bleiben, hätte Eggert noch einen gültigen Vertrag – der würde aber aufgelöst. „Ich brauche keine Stammplatzgarantie – aber ich will eine faire Chance“, sagt Eggert und betont: „Ich brauche einen Trainer, der mir vertraut. Dieses Gefühl habe ich nicht und darum meine Entscheidung so getroffen.“ Eine klare Ansage, die ebenfalls keine Werbung für den Absteiger 1. FC Saarbrücken ist.
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