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Ehefrau mit 39 Messerstichen getötet: Strafprozess gegen Mann

Symbolfoto.

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Die Anklage wirft dem gebürtigen Tunesier vor, in der Nacht zum 8. Februar 2015 seine Frau (23) mit 39 Messerstichen getötet zu haben. Die Ehefrau war erst wenige Monate zuvor aus Tunesien ins Saarland gekommen. Sie war die Cousine des Angeklagten.

Der wegen Gewaltdelikten vorbestrafte Mann erzählte vor Gericht, dass er am Tag vor der Tat Streit mit seiner Frau gehabt habe. Daraufhin sei er raus aus der Wohnung, habe Kokain und Alkohol konsumiert. Zwischenzeitlich sei er bei einer Prostituierten gewesen, habe aber nur geredet und ein Foto mit dem Handy gemacht. Als er in der Nacht nach Hause gekommen sei, habe seine Frau ihm Vorhaltungen gemacht, weil er nach Alkohol roch. Sie hätten sich aber versöhnt, woraufhin er im Bett ein Foto von der 23-Jährigen gemacht habe. Seine Ehefrau habe das Bild von sich sehen oder löschen wollen und sein Handy gegriffen. Dabei habe sie das Foto der anderen Frau gesehen, sei wütend geworden und habe ihn beschimpft. Der Angeklagte weiter: Irgendwann sei er in die Küche, habe ein Messer geholt. Damit sei er ins Schlafzimmer. Was dann passierte, wisse er nicht genau. Ein Blackout mit Erinnerungsfetzen. Als seine Frau stark röchelte, habe er innegehalten und in den Augen seiner Ehefrau gesehen, wie sie stirbt.

Die Familie reagierte fassungslos auf die Bluttat. Die Schwester des Angeklagten sagte: Ihre Cousine habe in Tunesien studiert, im Saarland einen Deutschkurs gemacht und überlegt, hier zu studieren oder in einem sozialen Beruf zu arbeiten. Und weiter: „Wir haben sie sehr gemocht. Sie war etwas ganz besonderes.“ Der Prozess wird fortgesetzt.
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