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Ehemaliger Jura-Student (34) gesteht Serie von Autobränden im Raum Saarlouis

Die modellhafte Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. (Symbolbild)

Die modellhafte Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. (Symbolbild)

Der Mann, der Anfang 2016 mehrere Brände im Raum Saarlouis gelegt haben soll, hat gestern zum Prozessauftakt vor dem Landgericht ein Geständnis ablegt. Danach hat er zwischen dem 13. Februar und dem 6. März in Wallerfangen, Dillingen, Saarlouis, Rehlingen-Siersburg und Nalbach nachts zehn Autos angezündet. Die meisten Autos standen in Carports oder Garagen , die teils ebenfalls Feuer fingen. Insgesamt entstand ein Schaden von 350 000 Euro. Außerdem habe er auf einer Terrasse Benzin verschüttet und angezündet. Verletzt wurde bei den Aktionen niemand, trotz der Nähe zu Häusern mit schlafenden Bewohnern.

 

Nach dem letzten Feuer wurde der 34-Jährige von der Polizei gestoppt. Die Beamten fanden in seinem Auto Grillanzünder. Daraufhin kam der 34-Jährige in Untersuchungshaft. Er betonte, dass er nie die Absicht gehabt habe, jemanden zu verletzen. Er habe zur Tatzeit jeweils unter innerem Druck gestanden. Das Ganze habe vor Jahren angefangen. Damals habe er noch Jura studiert und eine eigene Familie gründen wollen. Deshalb habe er, der Adoptivsohn in einer bürgerlichen Familie, sich auf die Suche nach seinen leiblichen Eltern gemacht. Diese stammten aus einem anderen Milieu, seine Mutter war bereits tot.

 

Das gab ihm wohl einen Knacks. Er schmiss das Studium, tat nach außen aber so, als sei alles bestens. Bis das auflog. Er musste wegen psychischer Probleme behandelt werden. Und nachts fuhr er zu Plätzen, die ihm in der Vergangenheit etwas bedeutet hatten, und lief dort herum. Dann sah er ein Auto – irgendeins. Er nahm eine Grillanzünder, deponierte ihn, steckte ihn an und ging weg. Irgendetwas in ihm habe ihm keine andere Wahl gelassen, so der Angeklagte. Der Prozess wird fortgesetzt.
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