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Eifel-Zoo: Mädchen (3) stürzt ins Bärengehege!

Lünebach/Trier. Ein Bär hat im Eifel-Zoo Lünebach ein dreijähriges Mädchen und dessen Vater schwer verletzt. Das Kind war am Mittwoch „in einem unbeobachteten Moment“ über einen gut einen Meter hohen Zaun geklettert und in den Wassergraben eines Bärengeheges gestürzt, teilte die Polizei Trier gestern mit. Der 34-jährige Vater sprang sofort hinterher, doch da hatte der Kragenbär dem Mädchen schon einen Schlag an den Kopf versetzt. Der Vater brachte sich und das Kind in Sicherheit, wurde aber zuvor ebenfalls von dem 28-jährigen Tier angegriffen und am Bein verletzt. „Die zwei haben noch großes Glück gehabt“, sagte eine Polizeisprecherin.

Das niederländische Mädchen wurde nach einer ersten Versorgung vor Ort mit einem Rettungshubschrauber in ein Trierer Krankenhaus geflogen. Auch der Vater kam in ein Krankenhaus. Keiner der beiden schwebt in Lebensgefahr. Die Familie aus den Niederlanden hatte den Tierpark im Eifelkreis Bitburg-Prüm besucht. Neben den Eltern und der Tochter war noch ein sechsjähriges Kind dabei. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Es werde geprüft, ob es Versäumnisse des Betreibers oder der Eltern gegeben habe, hieß es. „Wir sind froh, dass nicht mehr passiert ist“, sagte Isabelle Wallpott von der Geschäftsführung des Privatzoos. „Wir werden in Zukunft aber sicher noch mehr auf Sicherheit achten“, betonte Wallpott. In dem Zoo sind rund 400 Tiere untergebracht.

Der etwa 1,90 Meter große Kragenbär hatte vor drei Jahren schon einmal zugeschlagen. Damals hatte er den rechten Arm des Tierpark-Betreibers Hans Wallpott zerfleischt, als dieser vom Personalzugang aus Futter über die Absperrung ins Gehege geschüttet hatte und sich nach einem Stolpern kurz an den Gitterstäben festhielt. „Das war damals eine ganz andere Sache“, sagte die Tochter des Betreibers. Der Bär habe damals wohl nur nach dem Eimer greifen wollen.
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