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Ein Bischof reist durchs Saarland: Ackermann besucht Folsterhöhe und Burbach

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat auf seiner Visitationsreise durch das Dekanat Saarbrücken am Freitag den Stadtteil Burbach und die Folsterhöhe besucht.

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat auf seiner Visitationsreise durch das Dekanat Saarbrücken am Freitag den Stadtteil Burbach und die Folsterhöhe besucht.

Saarbrücken. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat auf seiner Visitationsreise durch das Dekanat Saarbrücken am Freitag den Stadtteil Burbach und die Folsterhöhe besucht. „Stadt im Umbruch“ war dieser Teil des bischöflichen Besuchsprogramms überschrieben. Erste Station war das Institut für Zukunftsenergiesysteme (Izes) im Burbacher IT-Park. Professor Horst Altgeld stellte Bischof Ackermann das Unternehmen vor, das sich ganz der erneuerbaren Energie und dem nachhaltigen und effizienten Energie-Einsatz gewidmet hat. Rund 30 Arbeitsplätze sind in dem Institut entstanden, informierte Altgeld. Insgesamt seien im IT-Park in den letzten Jahren rund 2000 neue Arbeitsplätze entstanden, sagte der Burbacher Pfarrer Klaus Konstroffer. Das Problem dabei sei, dass diese Arbeitsplätze in der Regel nicht für die Menschen aus Burbach seien. „Der IT-Park ist außerhalb unserer Welt und hat eine eigene Geschichte“, sagte Konstroffer.

Weitere Stationen: IT-Park und Gabb

Doch eines der vom Izes betreuten Projekte verbindet die neuen IT-Arbeitsplätze mit dem Leben vieler Burbacher. Im Projekt „Stromspar-Check“ beraten fünf ehemalige Langzeitarbeitslose einkommensschwache Haushalte zur Verminderung ihres Strom- und Wasserverbrauchs. Izes übernimmt die Qualifizierung und fachliche Begleitung der „Stromsparhelfer“. Die wiederum sind angestellt bei der Genossenschaft „Sozialer Betrieb Sulzbach“ (SBS) und haben sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zum Tariflohn, berichteten Izes-Leiterin Barbara Dröschel und Albert Ottenbreit vom SBS.

„Wenn man die Schaffung von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen mit einem solchen Inhalt erreichen kann, dann ist das nur noch super“, sagte Ottenbreit. Leider sei die Weiterführung des Projektes über 2010 hinaus nicht sicher, weil die dafür notwendigen Mittel im Bundeshaushalt gekürzt werden sollen.

Weitere Station für Bischof Ackermann in Burbach war die Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeitslosenberatung und Beschäftigung (Gabb). Hier berichteten Geschäftsführer Dieter Schumann und auch Karin Riga, Leiterin des Zentrums für Bildung und Beruf Saar, von ihren Anstrengungen, lange Zeit arbeitslose Menschen in dauerhafte Arbeit zu bringen.

„Diejenigen nicht aus dem Blick zu verlieren, die sonst hinten runterfallen“

Bischof Ackermann hatte bereits vor Wochen auf ein drohendes Scheitern der vielversprechenden Aufbrüche auf dem öffentlich geförderten Arbeitsmarkt hingewiesen. Der Bischof bezeichnete es als eine Aufgabe der Kirche, „diejenigen nicht aus dem Blick zu verlieren, die sonst hinten runterfallen“.

Ein Besuch im „Wölkchen“ einem Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekt der Caritas auf der Folsterhöhe, ein abendlicher Rundgang unter den Hochhäusern und ein Gespräch mit dem Team der „Folschder Cafétass“ (einem weiteren Projekt der Caritas) bildeten den Abschluss des ersten „Visitationsschwerpunktes“. red

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