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Ein Herz für die Dritte Welt: Saar-Studenten geizen nicht bei fairem Mittagessen

Saarbrücken. „Die pure Natur auf einem Teller“, sagt Thomas Heib, Küchenleiter der Mensa, zum „Fairtrade“-Aktionstag an der Universität des Saarlandes. Der Tag wurde vom Netzwerk für Entwicklungspolitik im Saarland zusammen mit dem Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (Asta) der Universität und der Fairtrade-Initiative Saarbrücken gestaltet. Es fand ein Testessen statt, um auszuloten, wie das Gericht aus biologisch angebauten Produkten angenommen wird – und um die Studenten für fair gehandelte Waren zu sensibilisieren.

Hierfür baute das Team auch einen Infostand auf, der über ökologischen Anbau, Lebensmittel aus der Region und vieles mehr informierte.

Harald Kreutzer, der Koordinator des Projektes vom Netzwerk Entwicklungspolitik, erklärt: „Beim fairen Handel denken wir nicht nur an die Bauern der Dritten Welt, sondern auch an die Landwirte in unserer Region, die oft nur geringe Gewinnspannen für ihre Produkte erzielen können. Diese wollen wir auch einbeziehen. Die Gespräche hierzu laufen.“



Schade sei, dass die Mensa für das Essen kein Biozertifikat erhalten kann. „Dies bleibt uns leider durch unsere Lagerräume verwehrt. Die Bioprodukte müssten von den anderen Handelswaren in getrennten Räumen separiert werden“, sagt Andreas Stock, der mit seinem Team die 200 Reisgerichte zubereitete.

„Frische Zucchini, rote und gelbe Paprika, knackig und frisch, wurden verwendet und eine Butternote zum Reis verfeinert das Ganze“, erklärt er und ergänzt aus eigener Erfahrung: „Der Genusswert von Bioprodukten ist einfach höher. Man merkt es schon daran, dass sich ein Bio-Schweine-Nacken ganz anders in der Pfanne verhält.“

Lydia Linn, Referentin für Campusgestaltung und Nachhaltigkeit des Asta, verspricht, dass wegen des fehlenden Zertifikats künftig auf der Internetseite des Asta und im Uni-Magazin Campus auf das Essen hingewiesen wird. Im November soll zu Fairtrade auch eine eigene Themenwoche stattfinden.

„Es wäre toll, wenn wir jeden Tag solch ein Essen anbieten könnten, doch das hängt davon ab, wie gut es von den Studierenden angenommen wird, schließlich ist der Preis ein wenig höher“, sagt sie. 1,10 Euro kostet ein solches Gericht im Schnitt mehr.

Und wie kommt die Reispfanne bei den Studierenden an? Dem Studenten Michael Becker hat es jedenfalls geschmeckt. Er sagt: „Prinzipiell sollte ein Handel immer fair ablaufen.“ Von den 200 zubereiteten Gerichten blieb am Ende des Tages nur noch wenig übrig. Andreas Stock stellte fest: „Nur noch ein Teller für mein morgiges Frühstück ist übrig.“
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