A8 Saarlouis Richtung Luxemburg AS Perl Gefahr durch ungesicherte Unfallstelle, gefährliche Situation in der Ausfahrt (19.08.2017, 20:59)

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Ein Saarländer managt Berlins große Fan-Meile

Herr Kausch, Sie als Saarländer organisieren in Berlin die wohl größte Fan-Meile Europas. Wie kommt es dazu?

 

Kausch: Es hat mit einer Frau zu tun. Ich bin vor 33 Jahren nach Berlin gezogen, meine damalige Freundin kam dorther. Drei Jahre später habe ich mich dann als Eventmanager selbstständig gemacht. Über die Jahre habe ich immer wieder Standortkonzepte für die Stadt geschrieben, und 2006 die Ausschreibung für die Fan-Meile gewonnen. Seitdem mache ich das alle zwei Jahre. Das ist schon Wahnsinn.

 

Dieses Jahr scheint eines der härtesten für Sie zu sein. Maues Wetter. Maue Spiele. Maue EM-Stimmung.

 

Kausch: Es fing wirklich mau an. Aber mit dem Polen-Spiel der deutschen Nationalmannschaft hat sich das deutlich gebessert. Da waren zum ersten Mal wieder gut 100 000 Leute auf der Fan-Meile. Wenn man das in Relation zu dem betrachtet, was überall sonst so in Deutschland los ist, ist das sehr gut. Gemessen an den 250 000 Besuchern der vergangenen Jahre geht das auch noch in Ordnung. Das Wetter spielt da schon eine Rolle, die Gegner weniger. Ghana war 2014 ja auch nicht der schillernde Gegner. Dennoch war viel los.

 

Aber woran liegt's dann?

 

Kausch: Es liegt schon an den Terroranschlägen in Brüssel und Paris – und der permanenten Berichterstattung darüber. Das verunsichert die Menschen sehr. Es ist doch klar, dass ich es mir als Familienvater drei Mal überlege, mit meiner Tochter zum Public Viewing zu gehen.

 

Ist die Gefahr wirklich so hoch?

 

Kausch: Ich habe bisher noch keinen einzigen konkreten Hinweis von der Polizei bekommen, dass auf die Meile ein Anschlag geplant sei – und ich müsste die Veranstaltung sofort absagen. Sicher vor Einzeltätern ist man aber natürlich nie, nirgendwo.

 

Wie beeinflussen die jüngsten Anschläge Ihre tägliche Arbeit?

 

Kausch: Wir haben von der Polizei nochmal verstärkte Auflagen bekommen. Noch einen Sicherheitszaun mehr, noch mehr Video-Überwachung , noch mehr Personal für die Eingangskontrollen. Besucher dürfen jetzt auch keine Rucksäcke mitbringen. Handtaschen von Frauen werden nach der Kontrolle mit Bändern markiert. Zudem patrouilliert die Polizei mit Hunden vor Beginn der Veranstaltung über das Gelände.

 

Wie reagieren die Sponsoren auf so eine Situation?

 

Rausch: Sie sind nervöser. Unser bisheriger Hauptsponsor hat – auch aus Angst, auf den Kosten sitzen zu bleiben, wenn ein Tag Public Viewing ausfällt – den Sponsoring-Vertrag vor einem halben Jahr gekündigt. Das ging dann schon ins Geld. Wir mussten deshalb natürlich beim Umfang abspecken. Hauptsächlich fiel die große Rockbühne flach, und auch den Ausbau der Meile nach der Vorrunde wird es nicht geben. Dennoch wird die Stimmung hier super sein. Nach der Vorrunde geht das Turnier auf der Fan-Meile erst richtig los. Das ist immer so.
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