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Ein Sack voll Briefe für den Nikolaus

Der Name verpflichtet: In dem Ort St. Nikolaus im Warndt treffen jedes Jahr tausende Briefe an den Nikolaus ein. Gewissenhaft beantworten ehrenamtliche Helfer die Post von Kindern aus aller Welt.

St. Nikolaus. Was hat der Heilige Nikolaus dieser Tage nicht alles zu tun. Vornehmlich natürlich Geschenke verteilen, aber natürlich auch jede Menge Briefe von Kindern lesen, die dem Weihnachtsmann entweder ihren Wunschzettel übermitteln wollen, Fragen haben oder einfach nur einen Weihnachtsgruß wollen. Da trifft es sich gut, dass es seit 2005 in St. Nikolaus im Warndt ein eigens eingerichtetes Weihnachtspostamt gibt, wo diese Briefe gesammelt und beantwortet werden. Die Briefe kommen seit 1966 in die kleine Warndtgemeinde mit dem berühmten Namen, doch bis 2004 wurden die Briefe, die nach dem 6. Dezember ankamen, nach Weiden in der Oberpfalz verschickt.

Die vielen freiwilligen Helfer in St. Nikolaus können bestätigen, dass jeder Brief eine spezifische und persönliche Antwort – eben mit einer ganz besonderen Note des Weihnachtsmanns – erhält. Natürlich auch mit dem Nikolaus-Poststempel, den die Post seit 1967 eingeführt hat.
„Ich denke, wir werden am Ende knapp 16.000 Briefe gelesen und beantwortet haben“, erklärte Sabine Gerecke, eine der vielen ehrenamtlichen Helferinnen, zwei Tage vor Heiligabend. Ihr Mann Peter ist der 1. Vorsitzende des Festausschusses St. Nikolaus.

Alleine 25 Helfer kümmern sich um das Lesen und die Beantwortung der Briefe, dazu kommen viele Freiwillige beim Bastelmarkt am Weihnachtspostamt. Dort werden beispielsweise Bastelarbeiten und Plätzchen verkauft, der Erlös fließt karitativen Einrichtungen zu. Unter anderem unterstützt der Festausschuss auch die „Hilf-Mit“- Aktion der Saarbrücker Zeitung.

Übrigens erwarten nicht alle Kinder, die dem Nikolaus schreiben, ein Geschenk. Manche wollen einfach nur einen Gruß loswerden und erhalten – oder auch dem Nikolaus etwas schenken. „Manche schicken Schokolade oder Plätzchen mit, andere haben etwas Selbstgebasteltes beigelegt“, sagt Sabine Gerecke. Den Kindern – größtenteils im Alter von fünf bis sieben Jahren – fällt aber auch noch mehr ein: So wird der Nikolaus sogar zum Kindergeburtstag eingeladen. „Es gibt aber auch Kinder, die dem Nikolaus helfen wollen und die dann schreiben, wann sie Zeit hätten, beim Nikolaus mitzuarbeiten“, sagt Gerecke.

Übrigens: Obwohl viele Briefe der Kinder mittlerweile per Computer geschrieben werden, haben sie meist eine persönliche Note: „Oft werden schöne Schriftarten genommen oder Bilder dazu gemalt“, bestätigt Sabine Gerecke. „Da lassen sich die Kinder schon eine Menge einfallen.“ spr

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