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Ein Sommer ohne Festa Italiana

Party-Pause?

Party-Pause?

In diesem Jahr wird es keine Festa Italiana geben. Dies teilte Giuseppe Nardi , Geschäftsführer des Hauptsponsors Theiss Naturwaren, gestern auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Als Grund nannte Nardi, dass sich die Stadt nach den „turbulenten Festen der vergangenen Jahre, auch mit dem Umzug der Veranstaltung auf den Marktplatz, eine Festa-Italiana-Pause verdient hat“.

In dieser Phase gelte es zu reflektieren „und zu schauen, wie weit dieses Fest mit seinem Ausbleiben eine Lücke reißt oder nicht. Das sollen die Homburger Bürger beurteilen“. Auch beigetragen zu dieser Entscheidung habe der enorme Kosten- und Organisationsaufwand, den die Veranstaltungen der vergangenen Jahre mit sich gebracht hätten. Nardi: „Der Anteil der Kosten, die bei einer Festa nicht durch die Veranstaltung selbst refinanziert werden, also die Kostenlücke, beträgt rund 300 000 Euro.“ Dazu müsse man dann noch den Personalaufwand hinzurechnen, ergänzte Joachim Rippel , früherer saarländischer Wirtschaftsminister und heute Berater von Theiss Naturwaren.

Ein endgültiges Ende der Festa Italiana bedeute die Entscheidung aber nicht. Zum einen, so Nardi, erhebe sein Unternehmen ja kein Monopol auf die Ausrichtung dieses deutsch-italienischen Freundschaftsfestes. So könnte sich auch ein anderer Veranstalter, so er sich dies zutraut, als Organisator und Finanzier auftreten. Es könne aber auch sei, wie Joachim Rippel die Lage einschätzte, dass sich nicht nur bei den Gästen, sondern auch beim bisherigen Veranstalter wieder das Bedürfnis nach einer Neuauflage der Festa Italiana einstelle. „Im Moment halte ich diese Pause aber für sehr sinnvoll.“ Giuseppe Nardi abschließend: „Es bleibt jetzt erstmal bei einer Pause für ein Jahr und dann sehen wir weiter.“

Statt der traditionellen Festa Italiana wird es nun am üblichen Termin im August ein italienisches Wochenende geben – mit der Stadt als Veranstalter. Das bestätigte Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Zu dieser neuen Veranstaltung selbst verwies Schneidewind an Homburgs Kulturbeigeordneten Raimund Konrad, gleichzeitig erster Vorsitzender der Interessengemeinschaft Altstadt. Als Verantwortlicher für den Homburger Musiksommer habe er die detaillierten Einblicke in die alternative Veranstaltungsplanung.

Im Gespräch mit unserer Zeitung machte Konrad klar, dass es sich ausdrücklich nicht um eine Ersatz-Festa in der Verantwortung der Stadt handele. Vielmehr nutze man das nun freigewordene Festa-Wochenende zu Mariä Himmelfahrt unter dem Titel „Musiksommer trifft Italien“ als besonderen Themenschwerpunkt. Dabei setze man, neben den üblichen Elementen des Musiksommers, mit Auftritten von Giovanni Zarrella, der von Theiss Naturwaren finanziert wird, und anderen italienischen Künstlern, entsprechende Akzente.

Damit sei, so Konrad, „Musiksommer trifft Italien“ auch Teil der Bestrebungen, die Veranstaltungsreihe inhaltlich auszuweiten. Abschließend teilte Konrad mit, dass das Klassik-Open-Air in diesem Jahr entfalle, da das Homburger Sinfonieorchester in seinem Jubiläumsjahr mit der Aufführung der Carmina Burana im Mai ausgelastet sei.  
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