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Ein Tag in Saarbrücken - nur für Männer

Männer haben es manchmal nicht leicht mit Frauen. Am Sonntag will das Frauenbüro aber Männern helfen.

Männer haben es manchmal nicht leicht mit Frauen. Am Sonntag will das Frauenbüro aber Männern helfen.

Saarbrücken. „Männer leben risikobereiter, weil sie weniger zum Arzt gehen.“ Als Michael Burkert diesen Satz sagte, war er noch Stadtverbandspräsident. Es war Januar 2004, als er davor warnte, dass wegen dieser „Risikobereitschaft“ Krankheiten oft nicht rechtzeitig erkannt und nicht bestmöglich behandelt werden. Um Männer zu motivieren, besser mit sich umzugehen, kündigte Burkert den ersten – vom Frauenbüro seiner Verwaltung organisierten – Männer-Gesundheitstag an.

Der Stadtverband heißt inzwischen Regionalverband, Michael Burkert ist Saartoto-Geschäftsführer, die Männer sind aber offenbar ganz die Alten geblieben. Nun weist Burkerts Nachfolger, Regionalverbandsdirektor Peter Gillo, zusammen mit Birgit Amrath-Schäfer und Sabine Niebergall vom Frauenbüro darauf hin, dass Männer „eine geringere Lebenserwartung als Frauen, eine höhere Selbstmordrate, ein größeres Krebsrisiko“ haben. Und: „Männer gehen seltener zum Arzt, nehmen seltener Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch , ernähren sich ungesünder und leben risikobereiter.“ Und so will der zehnte Männer-Gesundheitstag am kommenden Sonntag ebenso wie der erste 2004 den Männern Mut machen, sich nicht bis zu dem Moment, indem die schlimme Diagnose kommt, für unsterbliche Superhelden zu halten. Das Ganze, sagt die Frauenbeauftragte und Chef-Organisatorin Birgit Amrath-Schäfer, „ohne erhobenen Zeigefinger“. Mit einer Mischung aus Kunst, Fachreferaten und Workshops sollen die Männer zum Nachund zum Umdenken animiert werden. Los geht es am Sonntag um zehn Uhr mit Frühstück und Gesang: Die Künstlerin Edda Petri präsentiert ihr Programm „Männer muss man loben!“ Danach spricht der Berliner Autor Ralf Bönt über „das entehrte Geschlecht“ und „ein notwendiges Manifest für den Mann“.

Im Laufe des Tages gibt es im komplett kostenlosen Programm unter anderem medizinische Checks, Workshops zu den Themen Beckenboden für Männer, „Yoga von Mann zu Mann“, Meditation, „Qi Gong und Erotik“ und „Sinnlichkeit nach Prostata-OP“. Zum Ende um 17.45 Uhr machen „Stone & the Rockets“ Musik.

Vorher gibt es geballte medizinische Fachkompetenz. Professor Dr. Thomas Zwergel von den Völklinger SHG-Kliniken informiert über den Stand der Dinge in der Prostatakrebs- Forschung. Professor Dr. Volker Köllner von den Bliestalkliniken geht der Frage nach, ob Männer wirklich keine Angst kennen. Und Professor Dr. Wilfried Kindermann spricht darüber, wie sportliche Aktivität gegen das Altern hilft.

Wobei nicht unbedingt Fußball gemeint ist. „Im Hinblick auf die Eignung von Fußball als Gesundheitssport für Männer gibt es noch einiges zu klären“, sagt nämlich der Sportmediziner Professor Dr. Tim Meyer. Er ist Schirmherr des 10. Männer- Gesundheitstags. Mit Fußball verbindet er „auch das sportartübliche Ernährungsund Trinkverhalten nach Training und Spiel“ – und das ist eher weniger gesund.

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