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Einbrüche gefährden das Überleben eines Tabakladens

Das schwere Vorhängeschloss klickt in die Öse an der Stahlgittertür. Von den schweren Schlössern an der Eingangstür des Kiosks mit Poststelle in Fischbach funktioniert nur eines. Schweres Einbruchsgerät hat seine Spuren am gesamten Rahmen hinterlassen. Inhaberin Carola Papasodaro macht gerade Feierabend und ist stinksauer. „Es ist mittlerweile der vierte Einbruch in unser Geschäft“, sagt die Ladeninhaberin mit leicht berlinerischem Dialekt, „diesmal haben sie Zigaretten im Wert von etwa 5000 Euro mitgenommen. Der Sachschaden beträgt mindestens 4800 Euro.“ Eine Summe, von der Carola Papasodaro nicht weiß, wie sie die wieder einfahren soll. „An einer Zeitung verdient man ein paar Cent, genau wie an Zigaretten . An der Post hat man vielleicht ein paar Euro, Toto und Lotto kommen dazu. Aber dieser Verlust ist existenzbedrohend.“ Sie denkt ans Schließen – nicht erst seit diesem Einbruch. Im Mai 2013 waren zum ersten Mal Langfinger im Geschäft am Fischbacher Markt, im August 2014 dann gleich zweimal. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden seither verschärft. Die Gitter an den Fenstern wurden ins Mauerwerk eingelassen, eine Tür wurde sogar zugemauert. Eine Kamera filmt den Eingangsbereich. Auch die Täter vom März dieses Jahres. „Die Polizei hat auch Fingerabdrücke gefunden. Doch wenn die Kerle nicht schon im System erfasst sind, wird es trotz allem schwierig, sie zu finden“, sagt Carola Papasodaro, die der Gemeinde Quierschied eine Mitschuld an der Einbruchsserie gibt. „Wir haben uns am Abend nach dem Einbruch auf die Lauer gelegt, falls die Kerle wiederkommen. So wie beim letzten Mal“, erzählt die resolute Geschäftsfrau, „dabei ist uns dann aufgefallen, dass Punkt 24 Uhr die Straßenbeleuchtung im gesamten Bereich abgeschaltet wird“. Den Schutz der Dunkelheit könnten finstere Gestalten für ihre üblen Machenschaften nutzen. „Es ist klar, dass die Gemeinde sparen muss. Aber wenn an der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gespart wird, ist das ganz sicher am falschen Ende angefangen.“ Bürgermeisterin Karin Lawall hat „Verständnis für die Verärgerung. Wir werden die Situation vor Ort noch einmal prüfen und schauen, ob reagiert werden muss.“ Laut aktuellem Beleuchtungsplan werde zwar die Laterne direkt neben dem Geschäft abgeschaltet, im näheren Umfeld seien aber sechs weitere Leuchten an, sodass eigentlich eine ausreichende Helligkeit gewährleistet wäre.

Wegen der zunehmenden Zahl von Einbrüchen in den letzten Monaten will Lawall gemeinsam mit Justizministerium und Polizei nun zeitnah eine Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger organisieren. Diese soll Anfang Mai stattfinden.

„Wir tragen damit dem aktuellen Sicherheitsempfinden Rechnung“, so Lawall, „es geht darum, die Menschen zu beruhigen, aufzuklären und Hinweise zu geben, wie man sich schützen kann.“ Für Carola Papasodaro und ihr Geschäft kommen diese Hinweise allerdings zu spät.
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