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Eine Million Euro: Anwalt wegen Veruntreuung vor Gericht

Saarbrücken/St.Ingbert. Vor dem Saarbrücker Landgericht muss sich derzeit ein Rechtsanwalt aus dem Saarpfalz-Kreis wegen Untreue verantworten. Der 62-Jährige soll rund eine Million Euro fremdes Geld beiseite geschafft haben. Bisher hat er sich zu dem Vorwurf noch nicht geäußert.

Der Steuerberater des Angeklagten kam im Laufe des Prozesses als Zeuge zu Wort. Er selbst, der Angeklagte und der Geschädigte seien seit Jahren als Mitglieder einer studentischen Burschenschaft freundschaftlich verbunden. Der Anwalt habe für den Korpsbruder – einen Professor und Mitbetreiber eines Labors – vor Gericht eine Summe von etwas über einer Million Euro erstritten. Der Steuerberater gab an, er habe dem Labor-Chef geraten, das Geld nicht auf einem Konto des Anwalts zu lassen – allerdings nicht aus Misstrauen, sondern aus buchhalterischen Gründen. Anlässlich der Einkommensteuerbearbeitung sei ein Blick auf das Konto notwendig geworden. Aber das Geld war weg. Es sei für andere anwaltliche Tätigkeiten zugunsten des Geschädigten verwandt worden – so die Erklärung.

Der Geschädigte versuchte die Sache zunächst gütlich zu regeln, auch mit Rücksicht auf die gemeinsame Mitgliedschaft in der studentischen Verbindung. Die Verständigung scheiterte und er wechselte den Anwalt. Der erhob Zivilklage wegen des verschwundenen Geldes. Doch die Million ist verschwunden. Der Angeklagte hat eine eidesstattliche Versicherung abgegeben.

Das Verfahren gegen eine Kollegin des Angeklagten ist inzwischen gegen eine Geldbuße eingestellt worden. Sie soll nur geringfügig an der Veruntreuung beteiligt gewesen sein. Mit einem Urteil ist erst Mitte Februar zu rechnen. jht
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