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Eine der beiden Almhütten ist schon weg

Schluss mit gemütlich: Die erste der zwei Almhütten auf der Bergehalde Reden ist bereits abgebaut, die zweite folgt in den nächsten Tagen.

Schluss mit gemütlich: Die erste der zwei Almhütten auf der Bergehalde Reden ist bereits abgebaut, die zweite folgt in den nächsten Tagen.

Aufmerksamen Gipfelstürmern wird es am Wochenende nicht entgangen sein: Die kleine Hütte oben auf der Alm ist weg. „Sie wurde von der Ottweiler FunBerg Saar Gmbh vertragsgemäß zurückgebaut“, bestätigte Ludwin Vogel, Pressesprecher der Strukturholding Saar (SHS), gestern. Ende Februar lief die Frist für den Rückbau ab. Alle, die sich vielleicht noch Hoffnungen auf eine unkomplizierte Lösung mit Übernahme der Berghütte durch einen neuen Pächter gemacht hatten, muss Vogel enttäuschen: „Die große Almhütte wird in den nächsten Tagen folgen.“ Spaziergänger und Wanderfreunde müssen weiter auf die liebgewordene Einkehrmöglichkeit verzichten. Unabhängig von der Demontage laufe das Bieterverfahren weiter, vier Interessenten seien für das Doppelmodell Transportbahn plus Gastronomie noch im Rennen. „Nächste Woche sollte es da zu einer Entscheidung kommen“, kündigte Vogel an. Drastischer als die Lücke, die das abgebaute Blockhaus hinterlässt, ist der aktuelle Blick auf die vorgelagerte Zwillingshalde Madenfelder Hof. Der etwa 60 Meter hohe, noch vor kurzem vollständig bewaldete Hügel wurde in den vergangenen Tagen durch die RAG Montan Immobilien GmbH im Auftrag der RAG Aktiengesellschaft gerodet. Die Arbeiten sind durch das Bergamt Saarbrücken genehmigt und mit der Gemeinde, den Grundstückseignern sowie dem Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz abgestimmt. Im Zuge der Sanierung der Bergehalde sollen hier ein geordnetes Entwässerungssystem und standsichere Flanken angelegt werden. Zudem will man die beiden Spitzkegel abflachen.

Keine gute Nachricht für Hobby-Geologen, Freunde des Geo-Coaching und alle anderen, die die Zwillingshalde als Refugium für geologische und botanische Raritäten schätzen. Werden doch bei diesen Arbeiten die Erdmassen so verdichtet, dass kein Sauerstoff mehr eindringt. Das verhindert Haldenbrände. Was Voraussetzung für die anvisierte Entlassung der Halde aus der Bergaufsicht ist.

Auf der Geocaching-Internetplattform wird derzeit noch für einen Besuch der „Brennenden Halde“ geworben. Dort könne man die Entstehung neuer Mineralien beobachten. Was entweder durch chemische Reaktionen von Gasen/Zersetzung von Gasen, durch Pyrometamorphose (hohe Temperatureinwirkung über 1000 Grad Celsius) auf die Gesteine oder aber durch Kristallisation aus Lösungen geschieht. Alle drei Arten seien auf der Zwillingshalde anzutreffen, teilt der User unter dem Pseudonym SamLindgreen mit. Aber: „Der Cache ist momentan nicht zu machen – alle Bäume wurden gefällt – da ist kein Durchkommen.“

Was ohnehin nicht erlaubt ist. Weist doch die RAG Montan Immobilien ausdrücklich darauf hin, dass das Betreten der Halde weiterhin verboten ist.  
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