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Eine liebgewonnene Tradition: Vorverkaufsstart des Max-Ophüls-Festivals bei der Blauen Stunde

„Es ist nicht ganz so viel los wie im letzten Jahr“, sagt die 36-jährige Sabine Becker. Damals waren es 750 Menschen, die sich als Erste Karten für das Filmfestival „Max-Ophüls-Preis“ sichern wollten. Dass es heute weniger sind, liege am Wetter, da ist sich Sabine sicher. Denn es ist trüb und nass, auch im Hof des Saarbrücker Kult-Kinos Filmhaus. Hier startete am Samstagnachmittag der Vorverkauf, neun Tage vor Beginn des Festivals. „Viele werden die Karten übers Internet bestellen oder sie einfach später kaufen“, vermutet Sabine, die es erst eine Stunde nach der Eröffnung durch Festivalleiterin Gabriella Bandel zum Filmhaus geschafft hat.

Rund 4000 Karten wurden vor Ort und online in den ersten 40 Minuten bereits verkauft. Sabine kommt lieber persönlich. Denn hier gibt es neben Fanartikeln wie dem „Ophüls-Bag“ und dem Festival-Katalog auch etwas gegen den Hunger. Vegane Spezialitäten vom World-Food-Trip und kostenlose Hefeherzen der Barbarossa-Bäckerei machen das Anstehen in der Schlange vor der Galerie angenehmer. Im Filmhaus werden währenddessen die Werke dreier Gewinner aus dem vorigen Festival präsentiert.

Gerade verlässt eine Frau den Vorführungssaal, die mit ihrem fünfjährigen Enkel hier ist. „Nicht der richtige Film für ihn“, sagt sie etwas irritiert. Tatsächlich ist der Film „Alles wird gut“ verstörend. Er handelt davon, dass ein geschiedener Vater seine zunächst ahnungslose Tochter nach Manila verschleppen will. Für das Werk wurde der 30-Jährige Patrick Vollrath 2015 mit dem Studenten-Oscar in der Kategorie „Ausländischer Film“ ausgezeichnet. Inzwischen steht sein Film auf der Shortlist für den „großen“ Oscar. Das zeigt: Es ist etwas dran am Anspruch der Ophüls-Veranstalter, das bedeutendste Festival für den deutschen Nachwuchsfilm zu sein.

Entsprechend groß ist das Interesse. Die meisten besuchen das Festival nicht zum ersten Mal. Auch Walter Klicker war schon in den letzten beiden Jahren dabei. Wie immer ist er mit zwei Freunden bei der „Blauen Stunde“. Für ihn gehört sie dazu: „Wir schauen uns im Vorfeld das Programm an. Jeder wählt für sich dann die Filme aus, die ihn interessieren“, erklärt er und zieht aus seiner Jackentasche eine lange Liste hervor. „Wo es Überschneidungen gibt, gehen wir dann zusammen rein“, fügt er hinzu. Für ihn hat die „Blaue Stunde“ auch ganz praktische Gründe: „Die gemeinsamen Kino-Termine stehen dann schonmal fest“, sagt er.



Tickets, Festivalpässe, Eintrittskarten für die Events und tagesaktuelle Infos gibt es bis zum Ende des Festivals am 24. Januar im Cinestar, im Filmhaus und in der Camera zwo. Die Karten für Vorführungen im Kino Achteinhalb gibt es zusätzlich auch dort. Weitere Infos und Onlinebestellung unter www.max-ophuels-preis.de
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