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„Einfach großes Kino im Saarland“: Laith Al-Deen stellt in Saarbrücken sein neues Album vor

Der Pop-Musiker Laith  Al-Deen

Der Pop-Musiker Laith Al-Deen

Auf der Suche nach Themen für Ihr neues Album haben Sie auch Ihre Fans via Facebook befragt. Was waren die krassesten Dinge, die bei dieser Aktion aufgetaucht sind?

 

Al-Deen: Die entscheidenden Dinge waren, glaube ich, zwischen Trennung, Trauer und Tod. Das ist hart. Ich habe 20 Posts am Stück gelesen und musste danach eine Pause machen. Der Klassiker ist, von der Familie verlassen worden zu sein. Oder jemand stirbt. Meistens geht es um Beziehungen: jüngere Leute, Leute in der mittleren Lebensphase oder Ältere. Depressionen werden auch ganz oft angesprochen. Es sind sehr persönliche Dinge, so, als würde man sich mit einem Fremden an der Bar unterhalten. Das ist eine gute Aktion geworden. Mir ist es am Wichtigsten, den Leuten wirklich zu danken, dass sie so viel mit mir geteilt haben.

 

Auch Gregor Meile hat einen Song zum neuen Album beigesteuert. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

 

Al-Deen: Durch unser erstes Treffen. Wir wollten etwas zusammen kochen, da ein Koch gut und gerne Speisen zubereitet und dabei viel und gerne erzählt. Und das haben wir dann auch getan: Wir haben angefangen, uns gegenseitig Songs vorzuspielen. Der Song war eigentlich für das vorherige Album geplant, blieb dann aber liegen. Er hat thematisch auch nicht gepasst. Im Zuge der Tour habe ich mich dann wieder an den Song erinnert, in meinem Rechner geforstet, ihn gefunden und gedacht: „Hey, da hat Gregor doch direkt mal den Titelsong verbaut!“. Ich habe das Ganze daraufhin an ein paar Stellen getunt. Leider haben wir es nicht geschafft, zusammen einen Hit zu bauen, das war nämlich der eigentliche Plan. Aber Gregor ist so viel unterwegs, dass wir es in zwei Monaten nicht geschafft haben zusammenzukommen.

 

Nachdem Sie sich eine Zeit lang etwas rar auf der Bühne gemacht haben, wollen Sie nun – getreu dem Titel des Albums „Bleib unterwegs“ – wieder häufiger auf Tour gehen, oder?

 

Al-Deen: Die Tour stand zuerst und heißt „Wieder unterwegs“. Wir haben im vergangenen Jahr beschlossen, dass wir im Oktober dieses Jahres auf Tour gehen. Es gab noch keine Platte. Es gab noch keinen Produzenten. Es gab eigentlich nichts Klares. Mir ist wieder mal klar geworden, wie viele Konzerte man spielen kann, wenn man es will – zusätzlich zu der Tatsache, dass Musik genau dort stattfindet und eigentlich nirgendwo sonst. Und seitdem will ich wieder dahin, wo es angefangen hat. Dann entwickelt sich auch der ganze Rest. Diese Bewegung: Von Sachen loslassen und Dinge, die zu einem kommen, nutzen – das haben wir getan. Deswegen heißt das Album „Bleib unterwegs“.

 

Am 5. Oktober kommen Sie auf Ihrer Tour erneut nach Saarbrücken.

 

Al-Deen: Ja, es ist immer wieder schön, weil die Saarländer aus unerfindlichen Gründen schon „an“ sind, bevor wir auf der Bühne stehen. Das ist großartig. Es läuft Saalmusik. Und trotzdem wird bereits mitgesungen und mitgeklatscht. Das ist einfach großes Kino. Diese Reaktion findet man nicht besonders oft in Deutschland. Das macht Spaß.
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