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Einmal mit den Stars einlaufen: Tim Bungert aus Herrensohr begleitet die deutsche Nationalmannschaft ins Stadion

Extra für seinen großen Auftritt hat sich Tim Bungert einen Fußball in die Haare rasieren lassen. Foto: Michael Aubert

Extra für seinen großen Auftritt hat sich Tim Bungert einen Fußball in die Haare rasieren lassen. Foto: Michael Aubert

Welcher Junge träumt nicht davon: Einmal bei einem Spiel der Fußball-Nationalmannschaft mit den großen Stars einlaufen. Hand in Hand mit seinem Lieblingsspieler, in einem ausverkauften Stadion. Ganz nah dran sein, die enorme Atmosphäre aufsaugen, die mehr als 50 000 begeisterte Fans versprühen, und gänzlich in die Europameisterschaft 2016 eintauchen. Für Tim Bungert aus Herrensohr geht dieser Traum heute in Erfüllung.

 

Natürlich hat Tim seinen Lieblingsspieler schon ausgemacht: den Saarländer Jonas Hector. Ob er aber wirklich mit ihm aufs Spielfeld laufen darf, erfährt er erst kurz vor dem Spiel. „Man konnte nur seinen Wunsch äußern, mit wem man einlaufen will, und ich habe Jonas Hector geschrieben“, erzählt Tim, der in der F-Jugend des TuS Herrensohr zwar im Tor steht, „aber auch Stürmer spielen kann“.

 

Der Achtjährige ist eines der Kinder, die sich für dieses Abenteuer bei „ McDonald\'s Fußball-Eskorte“ beworben haben. Bedingung war, zwischen sechs und zehn Jahre alt und nicht größer als 148 Zentimeter zu sein. Am Ende entschied das Losglück, dass er heute, kurz vor 18 Uhr, mit der deutschen Nationalmannschaft im Pariser „Parc des Princes“ im dritten Gruppenspiel gegen Nordirland an der Seite eines Nationalspielers einlaufen darf.

 

Für seinen großen Auftritt hat sich Tim extra noch einen Fußball in die Haare rasieren lassen. Am Samstag, wenige Tage vor dem Ereignis, treffen wir Tim vor dem Sportplatz des TuS Herrensohr. Ob er aufgeregt ist? „Es geht so“, sagt Tim und lächelt schüchtern, obwohl es ihn kaum auf der Bank hält. Auch seine Mutter Kerstin sagt, dass man es ihm gerade in den letzten Tagen mehr und mehr angemerkt hätte. „Er hat die ganze Zeit die Nationalhymne geträllert und wollte jedes Spiel anschauen, um auf dem Laufenden zu bleiben“, erzählt sie.

 

Für Vater Patrik ist es nur eine Frage der Zeit: „Wenn wir im Stadion sind und die Kinder eingekleidet werden, dann wird auch die Aufregung da sein.“ Auch in der Schule oder in der Mannschaft hätten schon Freunde erklärt, von welchen Spielern sie gerne Autogramme hätten. Ob er aber alle Wünsche erfüllen kann, weiß Tim noch gar nicht. „Wahrscheinlich bringe ich gar nichts mit, dann gibt es auch keinen Streit“, erklärt er.

 

Am Sonntag ging es für Tim und seinen Vater, der sich für den Auftritt seines Sohnes „gerne drei Tage frei genommen hat“, los. Tim wird bis einschließlich Mittwoch von der Schule freigestellt, um dieses Abenteuer nicht zu verpassen. Erste Station war Köln, für ein Kennenlern-Treffen mit den anderen Einlaufkindern. Gestern Morgen reisten dann alle gemeinsam mit dem Zug nach Paris. Dort erhalten die Einlaufkinder mit Stutzen, Trikot und Trainingsanzug eine komplette Ausstattung, die sie im Fußballspiel gegen die Kinder aus Nordirland brauchen und dann behalten dürfen. Danach proben Tim und die anderen Kinder am Nachmittag noch den Ablauf für den Abend.

 

Morgen kommen Tim und sein Vater wieder zurück nach Herrensohr, zu Mama Kerstin, die zwar die Bewerbung abgeschickt hat, aber gar nicht dabei sein konnte, weil sie noch krank ist. Sicher ist, dass sie heute vor dem Fernseher mitfiebern wird, wenn ihr Sohn seinen großen Auftritt im „Parc des Princes“ hat – vielleicht sogar mit seinem Lieblingsnationalspieler Jonas Hector.
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