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Einsam und verlassen: Benji und Kondor warten im Saarbrücker Tierheim

  Saarbrücken. Wenn Sie jetzt denken: „Den Benji kenn' ich doch“, dann haben Sie vollkommen Recht. Ich durfte mich Ihnen nämlich schon Anfang Mai mal vorstellen. „Du bist ein echter Notfall“, sagte mir die Frau Mathis damals. Das ist die Chefin hier oben im Tierheim. Sie streichelte mich. Ich guckte sie freundlich an, genoss die Streicheleinheiten und fragte mich: „Notfall? Wieso eigentlich? Ich weiß genau, dass große Hunde wie ich auch viel zu bieten haben.“ Als könne sie meine Gedanken lesen, sagte mir die Frau Mathis: „Stimmt: Du bist so lieb, verspielt und aufmerksam. Und ein guter Begleiter. Ein echter Kamerad. Aber du bist halt ein sehr großer Hundejunge. Und das wird viele zögern lassen, ob sie dich nehmen.“

Benji: Ein großer Hundejunge

Und stellen Sie sich vor: Offenbar haben große Hunde wie ich immer noch treue Freunde. Mittlerweile soll sich sogar jemand für mich interessieren. Wenn ich bald ein neues Zuhause bekäme, wäre das toll. Aber wenn ich wirklich mit meinen neuen Leuten hier raus in ein neues Leben gehe, dann bleiben doch noch immer viele prächtige große Hunde zurück, die genauso viel Glück verdienen. Und für die mache ich jetzt einfach mal Reklame.

 Große Hunde - große Liebe

Dafür brauche ich wieder nur die Frau Mathis zu zitieren, die sich ja nun wirklich mit Tieren in allen Größenordnungen auskennt. „So große Hunde wie dich, Benji, und andere unserer Prachtexemplare kann man gut mal anfassen. Ihr seid treue Freunde zum Anlehnen, mit denen sich viel unternehmen lässt. Wer sich für große Hunde wie dich begeistert, der bekommt eine große Liebe zurück.“ Na, wenn das kein Kompliment ist. Okay, natürlich will ich nicht verschweigen, dass ein großer Hund auch besondere Bedürfnisse hat. Eine große Wohnung wäre schon wichtig. Und ein Garten zum Austoben sollte zum Haus gehören. An die täglichen langen Spaziergänge sollte ich natürlich auch noch erinnern. Aber Freunde großer Hunde wissen das ohnehin.

Spielen, schmusen, spazierengehen

Wir großen Kerle sind ideale Begleiter für Freunde frischer Luft. Sie werden noch mehr Spaß am Spazierengehen haben, wenn Sie erst mal mit mir oder einem meiner stattlichen Artgenossen unterwegs sind. Wir lassen uns gern den Wind um die Schnauze wehen, ehe wir stolz mit unseren Menschen ins gemütliche Zuhause zurückkehren. Erst gibt's was Feines in den Napf, danach ein Schlückchen Wasser, und dann wird gespielt. Und geschmust. So, das müsste doch reichen, um Sie für einen großen Freund auf flinken Pfoten zu begeistern. Und wie gesagt: Sollte ich nicht mehr hier sein, dann werden Sie im Heim viele stattliche Hunde finden, die dasselbe Glück verdienen. Dürfen sie hoffen?

Mehr Informationen über Benji gibt es im Saarbrücker Bertha-Bruch-Tierheim täglich außer montags von 13 Uhr bis 17 Uhr, Telefon (06 81) 5 35 30.

Kondor: Temoeramentvoller Schäferhund 

Saarbrücken.
Zugegeben, wer mich, den Kondor, haben möchte, kriegt keinen Kuscheltyp für die Couch. Aber: Wer große Schäferhunde mag, sitzt ohnehin selten auf so einem weichen Möbelstück und zieht ihm die Natur, den Wald, die Felder vor, die weiten Wege an der frischen Luft. Wer so etwas mag, bekommt mit mir den richtigen Begleiter, sozusagen ein Gesundheitsprogramm auf Pfoten.

Ich, der Kondor, bin zweieinhalb Jahre jung und topfit. In mir steckt genauso viel Temperament wie Liebe zu den Menschen. Und wie das im Überschwang der Jugend so ist: Hin und wieder kann ich durchaus noch ein bisschen Hilfe gebrauchen, wenn es darum geht, das Richtige zu tun und das Falsche zu lassen. Da hat die Simone Mai vom Tierheim einen Trost für mich parat und einen guten Tipp für alle, die mir ein neues Zuhause geben möchten: „Also, Kondor, das mit deinen Flausen, die du noch hin und wieder im Kopf hast, ist kein großes Problem. Denn in einer Hundeschule lernt ein so kluges und gelehriges Tier wie du ganz schnell, was es zu tun und was es zu lassen hat.“

Gesucht: Konsequentes und liebevolles Zuhause

Was noch wichtig ist? Das lasse ich einfach auch die Frau Mai sagen: „Ein Hund wie du, Kondor, braucht ein konsequentes und liebevolles Zuhause, das ihn auslastet. Das ist einfach wichtig für ein neugieriges und aufgewecktes Kerlchen.“ Nun will ich aber nicht nur von dem reden, was ich noch lernen muss. Ich darf auch sagen, dass mir die Erfahrung meiner Betreuer im Tierheim schon viel gebracht hat. Ich beherrsche die wichtigsten Kommandos. Unterwegs bin ich deswegen ein aufmerksamer Begleiter, der Tag für Tag an Sicherheit gewinnt.

Und das will einiges heißen, hatte ich doch in meinem Leben vor dem Tierheim nicht die Gelegenheit, viel zu lernen. Eines muss ich nicht mehr lernen, weil ich es im Herzen trage: die Liebe zu Menschen, die es gut mit mir meinen und mir ein neues Zuhause geben. Darf ich hoffen? ole

Auf einen Blick


Das Tierheim ist meist Zwischenstation und manchmal letztes Zuhause für 100 Katzen und 70 Hunde. Damit das Heim diesen Geschöpfen ein Zuhause bieten kann, arbeiten rund 50 Ehrenamtliche und sechs Angestellte dort. Wer seine Tierliebe sinnvoll einsetzen möchte, ist willkommen. Außerdem wirbt Tierschützerin Josephine Mathis für einen Teil des Heims, der nichtt so bekannt ist wie das Hunde- und das Katzenhaus. „Wir betreuen auch Kleintiere wie Wüstenrennmäuse oder junge Hamster. Wir brauchen dringend Ehrenamtliche, die unsere kleinen Schützlinge sinnvoll beschäftigen.“ ole Mehr dazu im Heim unter Tel. (06 81) 5 35 30.

Stichwort


Kaffee und Kuchen im Tierheim: Monika Heik vom Tierschutzverein Saarbrücken verkauft wieder Kaffee und Kuchen für den guten Zweck. Sie öffnet ihr Café Bertha im Bertha-Bruch-Tierheim am Samstag und Sonntag, 21. und 22. August, jeweils von 13 bis 17 Uhr. ole Weitere Informationen übers Heim gibt es unter Telefon (06 81) 5 35 30.  
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