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Eis-Regen verwandelt Straßen in St. Wendel in gefährliche Rutschbahnen

Von SZ-Redakteur Matthias Zimmermann

St. Wendel. Schon mehrmals haben die Meteorologen in diesem Winter Unwetterwarnungen rausgeschickt. Meist schon einen Tag vor der erwarteten Katastrophe. Entweder drohten heftige Schneefälle und damit zugeschneite Straßen sowie Dächer unter der weißen Last einzustürzen. Oder Tauwetter machte sogar eigentlich kleinen Rinnsalen zu schaffen, so dass unter anderem Keller geflutet wurden.

Gestern aber kam der amtliche Alarm des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aus Offenbach für den Landkreis St..Wendel eindeutig zu spät. Erst nach acht Uhr warnten die Wetterfrösche vor Glatteis. Aber schon vor halb sechs fiel Regen bei Minusgraden auf Straßen und Gehwege, verwandelte sie binnen kurzer Zeit in spiegelglatte Flächen. Autofahrer, deren Wagen draußen geparkt waren, hatten Not, die eisige Kruste abzukratzen. Von den Wetterkapriolen war auch der Busverkehr im St..Wendeler Land betroffen, wie gestern Ralf Rheinheimer von der Betriebsstelle der Saar-Pfalz-Bus (vormals RSW) in Homburg mitteilt. Verspätungen waren ab 6.30.Uhr an der Tagesordnung. Einige Linien seien komplett ausgefallen.

„Die Verbindung von Überroth nach Saarbrücken wurde um 6.40.Uhr eingestellt.“ Das City-Mobil in der Kreisstadt sei bereits um 6.30.Uhr im Depot geblieben, als der Eisregen über der Region einsetzte.  „Ein Busfahrer meldete gegen acht Uhr, dass die Kreislinie.603 in Reitscheid nicht mehr vorwärts kommt.“ Und ebenfalls ab halb sieben stoppten Fahrer laut Rheinheimer wegen nicht mehr zu passierender Strecken in St..Wendel-Alsfassen die Linien 620, 621 und 623.


Von erheblichen Behinderungen in Alsfassen berichtete auch die St..Wendeler Polizei: „Hier war die Straße dicht“, bestätigte ein Beamter. In der St..Wendeler Missionsstraße sei ein Bus am frühen Morgen liegen geblieben. Noch mehr Ausfälle und bis zu 15.Minuten verspätete Ankünfte habe es im benachbarten Landkreis Kusel/Rheinland-Pfalz gegeben, sagt Rheinheimer von Saar-Pfalz-Bus. Dort wie hier habe sich die Lage erst gegen Mittag entspannt.

Trotz des unerwarteten gefrierenden Regens habe es nur wenige Verkehrsunfälle im Landkreis gegeben. In der Stadt selbst registrierten die Beamten lediglich einen Aufprall aufglatter Straße: Ein Wagen rutschte gegen ein Fahrzeug. Es blieb beim Blechschaden. Sieben Zusammenstöße ereigneten sich indes im Zuständigkeitsbereich der Türkismühler Polizei. Zwei von ihnen forderten zwei Leichtverletzte. Vier gingen mit verbeulten Karossen aus. Ein Polizist: „Zwei Mal machten sich die Versursacher aus dem Staub.“ Der siebte Unfall hatte allerdings nichts mit Glätte zu tun: Dabei habe es sich nach Ermittlerangaben um einen Wildunfall gehandelt, wie er sich an jedem anderen Tag bei anderen Wetterbedingungen hätte ereignen können.


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