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Ekel-Lokale adieu: Hygiene-Ampel kommt

Bremen/Saarbrücken. Grün, Gelb oder Rot: Ob Gäste in einem Restaurant bedenkenlos speisen können, soll künftig eine „Hygiene- Ampel“ bereits an der Tür anzeigen.

Die Verbraucherschutzminister der Bundesländer beschlossen gestern die Einführung eines Kontrollbarometers, das die Ergebnisse der drei letzten amtlichen Überprüfungen des Betriebes zusammenfassen soll. Schmutzige Küchen, abgelaufene Lebensmittel und nachlässiges Personal bleiben dann nicht länger im Verborgenen. Die Pläne sehen eine Farbskala mit fließenden Übergängen vor, auf der ein Pfeil die Bewertung des Restaurants anzeigt.

Erste „Ampeln“ ab 1. Januar 2012

Grün steht dabei für keine Bedenken, Gelb für mittlere und Rot für schwerwiegende Beanstandungen. Die Bundesregierung soll jetzt eine Gesetzesgrundlage erarbeiten. Nach dem Willen der Verbraucherminister, die in Bremen tagten, werden die ersten „Ampeln“ ab 1. Januar 2012 an Gaststätten hängen.

Danach sollen schrittweise Bäcker, Fleischer, Lebensmittelhändler, Großküchen und Wochenmärkte folgen. Bei Pizza-Taxis und anderen Betrieben mit wenig Kundenkontakt soll die Bewertung im Internet abrufbar sein. Der saarländische Verbraucherschutz- Staatssekretär Sebastian Pini begrüßte gestern die Bremer Beschlüsse.



Nur 40 Kontrolleure im Saarland



„Verbraucher können jetzt schnell und differenziert erkennen, wie die Hygiene-Zustände in Gaststätten sind“, sagte er. Derzeit würden nach seiner Einschätzung 97,37 Prozent der Gaststätten im Saarland Bewertungen im grünen Bereich bekommen. Der Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) im Saarland, Frank Hohrath, äußerte aber  die Befürchtung, dass es im Saarland mit 40 Kontrolleuren nicht möglich sein werde, alle Betriebe aus dem Stand mit der „Ampel“-Kennzeichnung zu versehen. „Was ist denn, wenn ein Betrieb die Ampel bekommt und der Nachbarbetrieb erst mal nicht, weil er noch nicht auf der Liste steht?“, fragte Hohrath. Zudem müsse durch eine hohe Kontrollfrequenz gewährleistet sein, dass Betriebe die Chance zum Nachbessern der Bewertung erhalten.
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